Neuer Look für den Platz der Alten Synagoge

Carolin Buchheim

Am Dienstagabend entschied der Gemeinderat über den Umbau des zwischen Uni, UB und Theater gelegenen Platz der Alten Synagoge: Nach einem Entwurf des Freiburger Architekten Volker Rosenstiel und dem Lanschaftsarchitekturbüro Faktorgruen aus Denzlingen soll dort ein "urbaner, großer Platz" entstehen. Kritiker nannten den Entwurf eine "Steinwüste".



Eine Mehrheit des Gemeinderats entschied sich nach einer fünfstündigen Sitzung damit für den Entwurf, der bereits im Wettbewerb um die Neugestaltung des Platzes im Oktober 2006 den ersten Platz erreicht hatte. 31 Architekturbüros aus ganz Europa hatten sich am Wettbewerb für eine Neugestaltung des Platzes beteiligt.




Der Entwurf von Rosenstiel und Faktorgruen würde dem Platz der Alten Synagoge eine Betonfläche verpassen, die Kastanien vor dem Theater müssten weichen. Vor dem Kollegiengebäude II würde ein Infocenter in Form eines "Sprungbretts" gebaut, an dem auch ein Café denkbar wäre, sowie eine steinerne Sitzbank. An die alte Synagoge, die an der KG I-Seite des Platzes stand, soll durch eine Wasserfläche in Form ihres Grundrisses und einige Bäume erinnert werden.



Die Entscheidung des Gemeinderats ist eine Grundsatzentscheidung: Wie der Platz letztendlich genau ausgebaut wird, ist dadurch noch nicht endgültig festgelegt. Der Beschluss war jedoch notwendig geworden, weil die Architekten der neuen UB wissen müssen, wie der Platz aussehen soll, von dem aus die UB ebenerdig betreten werden soll.

Zunächst muss der Entwurf weiterentwickelt werden: Eine Darstellung mit Masten für die Straßenbahn, die dann über den Platz und den Rotteckring fahren soll, muss erstellt werden, Projekt- und Fachbeirat müssen einbezogen und das Kleinklima des umgestalteten Platzes analysiert werden. Danach steht der endgültige Beschluss im Gemeinderat an.

Die Kosten des Umbaus werden auf 12 Millionen Euro für den Platzumbau und 30 Millionen Euro für die Straßenbahntrasse geschätzt. Ob der Platz im geplanten Zeitraum, passend zur Fertigstellung des UB-Neubaus im Jahr 2011, umgebaut sein wird, ist ungewiss.

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Diese Entwürfe waren ebenfalls im Wettbewerb

Platz 2 - Entwurf Henne, Korn, Meier & Sacker



Platz 3 - Dänischer Entwurf



Platz 4 - Arbeitsgemeinschaft Yellow Process



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