Neuer Kybfelsen-Trail: Mountainbiker verletzt sich schwer

Adrian Hoffmann

Erst vor wenigen Wochen ist der "Canadian Trail" beim Kybfelsen in Freiburg offiziell eröffnet worden. Nun ist ein schwerer Unfall passiert. Die Bergwacht musste bereits zum dritten Mal anrücken.



Auf der neuen Mountainbikestrecke vom Kybfelsen hinunter zur Sternwaldwiese in der Wiehre ist es am Sonntagnachmittag gegen 16.30 Uhr zu einem schweren Unfall gekommen.


Wie die Freiburger Polizei mitteilte, stürzte ein 40-jähriger Mountainbiker bei der Abfahrt in unwegsamem Gelände und brach sich mehrere Knochen. Dies löste einen Einsatz der Bergwacht aus, Rettungskräfte brachten den Mann in die Uniklinik.

Der Unfall geschah relativ weit unten (Sektion 8) in einer Rechtskurve des sogenannten "Canadian Trail", der von Kanadiern gebaut und erst vor wenigen Wochen offiziell eröffnet wurde. Nach Angaben der Polizei waren an dem Unfall keine Dritten beteiligt.

Viele Biker gehen an der neuen Strecke an ihr Limit

Der Verletzte sei mit einer Gebirgstrage, die mit einem Seil gesichert wurde, zum Rettungswagen gebracht worden, sagt David Vaulont, Landespressereferent der Bergwacht.

Der Trail sei an manchen Stellen recht steil, was die Einsätze für die Bergwacht nicht einfach mache. Es seien sechs Rettungskräfte der Bergwacht beteiligt gewesen, die den Mann nach einer Erstversorgung durch den Notarzt in die Uniklinik gebracht haben. Den Rettungswagen hatten sie an einer Stelle des Forstweges geparkt, der dem Unfallort am nächsten war.

Die Eröffnung des neuen Trails sei für die Bergwacht spürbar, berichtet Vaulont. Für viele Mountainbiker sei er besonders attraktiv; und viele kennen die Strecke noch nicht.

Der Bergwacht-Einsatz am Sonntag sei bereits der dritte Einsatz gewesen nach der Eröffnung des Trails. Erst vergangene Woche habe sich eine Person schwer verletzt – in diesem Fall in einem oberen Stück der Strecke, weshalb die Rettung verhältnismäßig schwierig und sehr zeitaufwändig war.

Material- oder Fahrfehler?

David Vaulont vermutet, dass es gerade zu Beginn der Saison zu weiteren Unfällen auf der neuen Strecke kommen könnte. Das werde sich seiner Erfahrung nach aber einpendeln.

Arne Grammer vom Freiburger Mountainbikeverein sagt, leider passierten solche Unfälle im Mountainbikesport immer wieder. Dies habe aber nichts mit dem Trail an sich zu tun, der nach Einschätzung des Vereins sowohl für Einsteiger, Fortgeschrittene als auch Profis geeignet ist. Über die genauen Umstände – ob Material- oder Fahrfehler – könne er nichts sagen. Seinen Informationen nach handle es sich bei dem Unfallopfer wohl um einen erfahrenen Biker, so Grammer weiter.

Mit dem Auto zum Trail hochfahren: nicht erlaubt

Der Mountainbikeverein machte vergangene Woche auf Facebook darauf aufmerksam, dass Autoshuttles über Forstwege zum Startpunkt des "Canadian Trails" nicht geduldet würden. Offenbar kam es in jüngster Zeit dazu, dass sich Mountainbiker gegenseitig nach oben gefahren haben. Da herrsche "null Toleranz", stellt Arne Grammer klar. Man werde Missachtungen zur Anzeige bringen.

Bei der Stadtverwaltung sieht man den neuen Trail bislang als Erfolgsgeschichte. Es habe nach der Eröffnung bisher erst eine Beschwerde über einen "Shuttletransport" gegeben, von Mountainbikern selbst, wie Pressesprecher Toni Klein sagt. Die Verwaltung werde dies entsprechend ahnden.



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[Foto: Thomas Kunz]