Kappel-Grafenhausen/Rust

Neuer Fasnachts-Hit von Rhinwaldsounds? "Güzeli" ist der Nachfolger von "Schorli wiss sur"

Sebastian Köhli & Sophia Hesser

Die Band Rhinwaldsounds hat im vergangenen Jahr mit "Schorli wiss sur" einen Überraschungs-Fasnachts-Hit gelandet. Diesen Erfolg wollen sie nun wiederholen, ab Freitag ist das neue Lied "Güzeli" als Download erhältlich.

Die Band um Dominik Büchele serviert in diesem Jahr zu Fasnacht ein musikalisches Drei-Gänge-Menü. Seit Freitag ist die EP mit drei Schmankerln im Internet etwa bei Amazon oder iTunes erhältlich.


Da viele Kinder im vergangenen Jahr "Schorli wiss sur" gesungen haben, ist der Song "Güzeli" Bücheles alkoholfreie Antwort. "Die Musik ist kein Meisterwerk, aber es passt einfach zur Fasnacht", erklärt Dominik Büchele. Wichtig ist den Jungs von Rhinwaldsounds, dass die Leute bei ihren Partyschlagern mitgrölen können.
Refrain von "Güzeli"

Güzeli, Güzeli, Güze-güze-güze-güze-güzeli;
Güzeli, Güzeli, Güze-güze-güze-güze-güzeli.
Ich bin a echter Güzelifan,
und hab Löcher in de Zähn’.
Ich iss de ganze Tag Güzeli.

Der "Schunkler", ganz passend mit volksmusikalischen Klängen versehen, hat sich beim Test beim Narrenjubiläum in Münchweier als Mitgröl- und Mitmachkracher herausgestellt. Den "Heimscheißer" will die Band indessen 2017 zur Lebenshaltung machen. Eine Textzeile daraus lautet "Wie ab und zu e Hüfli ans Keramik klatscht". Bandmitglied Enrico Weber gesteht ein: "Da hatte ich in Münchweier ein Grinsen und hab mich gefragt, ob ich das jetzt wirklich singen soll."

Ist "Güzeli" Rhinwaldsounds neuer Fasnachts-Hit?



Ein Jahr nach dem ersten Erfolg ist viel passiert. Die Band sang beim SC Freiburg im vollen Stadion vor 25.000 Fans und hatte ihre Videopremiere. Seitdem haben die jungen Badener acht Veröffentlichungen herausgebracht und sind inzwischen eine eigene kleine Firma in einem alten umgebauten Partykeller. Ein Aufnahmestudio brauchen sie nicht, typisch badisch-praktisch-gut haben sie sich lieber schnell ein eigenes Mini-Studio in den Keller gemauert. Es erinnert mit dem kleinen Guckschlitz an eine Einzelhaftzelle, trotzdem bleibt viel Raum für die volle Hingabe für die Kunst.

"Man darf das halt auf keinen Fall ernst nehmen." Dominik Büchele
Zur Fasnacht 2016 hatten sie jedes Wochenende einen Auftritt. Wie es in diesem Jahr wird, wissen die Jungs noch nicht. "Meist fragen die Narrenzünfte spontan an, ob wir bei ihren Veranstaltungen auftreten können", erzählt Büchele. Den Bodenkontakt haben die Musiker, alle zwischen 23 und 30 Jahre alt, nicht verloren, Starallüren verhindern ihre normalen Jobs. Dominik Büchele und sein Bruder Mirko sind freischaffende Musiker und haben an der Jazz- und Rockschule Freiburg studiert, die anderen arbeiten als Handwerker oder Ingenieur.

Selbst hören die Sänger nicht pausenlos Fasnachtsschlager und haben auch eine stabile Meinung zu Fastnachtsmusik: "Irgendwie isch‘s eklig, aber auf sinni Art au schön", diese Textzeile aus dem "Heimscheißer" trifft ihre Meinung. "Man darf das halt auf keinen Fall ernst nehmen", sagt Dominik Büchele. Und er gibt zu: Um ihre Partyschlager auf der Bühne gut rüberzubringen, fließt auch schon mal Alkohol.

Wer es geschafft hat, den Ohrwurm zu vergessen, dem sei hier nochmal auf die Sprünge geholfen: So klingt "Schorli".


Weitere Informationen gibt es auf der Facebookseite von Rhinwaldsounds. Die Band tritt am Samstag, 28. Januar, bei den "Rhinschnooge" in Kappel und am Samstag, 4. Februar, in Lahr in der Georg-Wimmer-Schule auf. Rhinwaldsounds ist über E-Mail unter rhinwaldsounds@gmx.de zu erreichen.

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