"Veggienale & Fairgoods"

Neue Veggie-Messe in Freiburg zieht 4000 Besucher an

Andreas Braun

Pflanzeneiweiß aus Sölden und Turnbeutel aus Tansania: Viele junge Menschen und Familien informierten sich bei der Premiere der "Veggienale & Fairgoods" über vegetarische, vegane und ökologische Produkte.

Zufrieden haben sich die Aussteller der ersten Freiburger Messe "Veggienale & Fairgoods" geäußert. Laut Veranstalter kamen am Samstag und Sonntag rund 4000 Besucherinnen und Besucher. Sie informierten sich über die Vielzahl vegetarischer, veganer und ökologischer Produkte, aber auch an Ständen regionaler Umweltschutzorganisationen.


Rund 60 Stände sind kompakt in einer der Messehallen aufgebaut. Auffallend viele junge Menschen und auch Familien mit kleinen Kindern sind unterwegs. Vorträge zu veganem Kochen, Tierschutz und gesunder Ernährung runden das Angebot der kleinen Spezialmesse ab, die erstmals in Freiburg stattgefunden hat.

"Freiburger Läden würden wir auch gerne beliefern." Tamara Heinzelmann
Kulinarisches bietet Tamara Heinzelmann. Zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Vater, einem ausgezeichneten Koch, produziert sie die vegane "Heinzelmanns-Soßen". Egal ob Tomate-Paprika oder Zitronengras-Kurkuma, alle Soßen sind von der Familie selbstgemacht und selbstverpackt. "Für uns läuft die Messe besser als gedacht. Einige Soßen sind für heute schon ganz ausverkauft", freut sich die Ravensburgerin. Bislang gebe es ihre Produkte nur einige Supermärkten im Bodenseekreis – und online. "Freiburger Läden würden wir auch gerne beliefern".

Bei Kipepeo-Clothing stehen Ökologie und die Unterstützung von Kleinbauern im Zentrum. "Die T-Shirts, Strampler und Turnbeutel werden in Tansania und Kenia hergestellt", sagt Martin Kluck, der Gründer der kleinen Modemarke mit dem Schmetterling-Logo. Der studierte Betriebswirtschaftler hatte vor einigen Jahren in einer tansanischen Schule unterrichtet und bekam zum Abschied von einer Schülerin eine Kinderzeichnung geschenkt. Aus einem mit diesem Bild bedruckten Shirt wurde über mehrere Jahre hinweg eine umfangreichere, modische Produktpalette. Die Baumwolle für den Stoff werde von Kleinbauern ökologisch produziert, das Motiv werde von Grundschülern gemalt und die Kleidung vor Ort bedruckt. Vom Erlös, so Martin Kluck, würden nicht nur alle Beteiligten bezahlt, sondern auch der Ausbau von Schulen gefördert.

Daneben gab es auch mehrere Infostände – von der AOK über das Magazin Natur bis zur Triodos-Bank, die sich als Europas führende Nachhaltigkeitsbank bezeichnet. Und wer es noch nicht wusste, dem ist nun auch bekannt, dass Freiburgs Stadtwald ausgezeichnet ist. Das geht aus dem großen Aufsteller am Stand des FSC (Forest Stewardship Council) hervor, eines Vereins, der sich weltweit für verantwortungsvolle Waldwirtschaft einsetzt. Die rund 52 Quadratkilometer große Fläche in Freiburg trägt demzufolge das FSC-Siegel.