Nach K.O.-Tropfen in Kleingartenanlage aufgewacht: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

fudder-Redaktion

Im Juni 2011 war eine 28 Jahre alte Frau nach dem Besuch in einer Diskothek an der Hans-Bunte-Straße in einer Kleingartenanlage in Bötzingen aufgewacht - sie war Opfer eines Sexualdelikts geworden, nachdem ihr vermutlich K.O.-Tropfen verabreicht worden waren. Die Polizei Freiburg hat mittels DNA nun einen dringend Tatverdächtigen ermittelt: einen 31 Jahre alten Familienvater aus einer Kaiserstuhlgemeinde.

Bei den Ermittlungen der Polizei waren mehrere Männer in das Visier der Ermittler geraten. Die Männer gaben freiwillig eine Speichelprobe ab - das am Tatort gefundene DNA-Material passte dabei zu der Probe des 31 Jahre alter Mannes. Die Ermittler vermuten, dass der Mann nicht damit rechnete, überführt werden zukönnen, weil er bei der Tat offenbar ein Kondom verwendet hat.


Dennoch fanden die Ermittler Reste von Spermaspuren "im Mikrobereich", so Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid: "Hier zeigt sich, wie wichtig die akribische Spurensicherung ist". Die Spurensicherung war von Kriminaltechnikern der Kripo Freiburg und Rechtsmedizinern des Instituts für Rechtsmedizin der Uni Freiburg durchgeführt worden.

Die Polizei hält die Beweislast für erdrückend, der 31 Jahre alte Mann leugnet die Tat. Er hat einen festen Arbeitsplatz und lebt mit seiner Familie in einer Kaiserstuhlgemeinde. Nach Abschluss der Ermittlungen wird sich der Mann wegen des Verdachts des „sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen“ verantworten müssen.

 

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