Nach der Entscheidung im Gemeinderat: Wie geht’s mit dem Kulturaggregat weiter?

Brigitte Rohm

Das Kulturaggregat in der Hildastraße 5 hatte dringend Fördergelder der Stadt benötigt, um weiterzumachen. Der Gemeinderat hat den Antrag nun bewilligt. Wie es beim Kulturaggregat weitergeht, sagt Darwin Zulkifli, der erste Vorsitzende des Vereins.

Fasst nochmal zusammen: Was wurde im Doppelhaushalt zugunsten eurer Institution entschieden? Wie viel Geld bekommt ihr?

Der Gemeinderat hat in der zweiten Lesung am 27. März 2017 mit einer Mehrheit über unseren Antrag auf institutionelle Förderung entschieden. Wir bekommen pro Jahr 25.000 Euro. Vielen Dank an die Fraktionen und alle, die sich für uns eingesetzt haben.

Was bedeutet dieser Beschluss nun für euch? Was macht ihr mit dem Geld?

Der Beschluss bedeutet für uns in erster Linie, dass wir den Standort "Hilda5" langfristig erhalten können. Uns war es nach den zwei großen Zwischennutzungsprojekten "Friedrich1" und "August2" wichtig, einen festen Standort zu haben, von dem aus wir planen können. Das heißt erstens die langfristige Planung für Ausstellungen, Konzerte, Kino, Projekte etc. in der Hilda5.

Und zweitens die Planung von weiteren Zwischennutzungsprojekten in der Stadt. Es braucht hier unglaublich viel Vorlaufzeit, um alles abzuklären: Verhandlungen mit dem Vermieter über Kosten und Zeitraum, Prüfung von Brandschutz, Projektkosten, Programm und so weiter. Aber wir sind schon an zwei spannenden Sachen dran.

Die 25.000 Euro entsprechen zwei Dritteln unserer Mietkosten. Zusammen mit den Mieteinnahmen des Co-Workingspaces können wir nun die Miete deckeln. Somit geht ein Teil unseres Finanzierungskonzeptes auf. Klar haben wir auch hohe Produktionskosten für Ausstellungen: Werbung, Transport der Bilder, Fahrt und Übernachtungskosten für Künstler und Gagen. Auch Personalkosten werden immer noch alle durch unser ehrenamtliches Engagement gestemmt. Bei so einem großen Projekt auf diesem Niveau fallen sehr viele Arbeitsstunden an – zumal wir auch alle noch berufstätig sind. Aber das ist der Einsatz, den wir in unserer Freizeit bereits seit drei Jahren als Kulturaggregat leisten. Hier ein kurzer Dank an die Vereinsmitglieder und alle Helfer, die das alles erst ermöglichen.

Wie habt ihr den Beschluss gefeiert oder wie werdet ihr ihn feiern?

Wir haben natürlich im kleinen Kreis gefeiert. Aber wir sind auch schon so sehr mit der Planung neuer Sachen beschäftigt, dass wir kaum Zeit haben.
Das heißt, unsere offizielle Feier machen wir am 20. Mai 2017 mit der Vernissage zur Ausstellung "Menschenbild". Hier haben wir zusammen mit Maxi Kretzschmar von "kompetent und gefairlich" eine tolle Ausstellung zusammengestellt. Maxi ist unter anderem für die Organisation des Ibug-Festivals verantwortlich, ein riesiges Streetartfestival, an dem über 100 Künstler mitwirken.
Als Betriebsausflug würden wir gerne "The Haus" in Berlin besuchen. Wir kennen einen Teil der Organisatoren und finden das Projekt super.
Darwin Zulkifli, erster Vorsitzender des Kulturaggregats

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