Nach dem Sprung ist vor dem Sprung

Adrian Hoffmann

Wer einmal Fallschirm gesprungen ist, der will in der Regel auch weitermachen. Für mich war es ein tolles Erlebnis, aber ihr wisst ja, aus zeitlichen Gründen und so. Meine beiden Erstspringer-Kollegen Martin Bär und Guido Wiedle haben sich für den Vollkurs entschieden. Das heißt: Sie lernen, ihren Schirm selbst zu packen - und sie werden die nächsten Wochenenden in der Luft hängen. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse werden sie uns regelmäßig berichten.



Zunächst muss man sich nach dem ersten Sprung mit dem Packen beschäftigen. Eine lästige Angelegenheit. "Das macht mir noch nicht wirklich Spaß", sagt Martin, der sich gestern schon zwei Stunden damit beschäftigte, den Schirm auf die Größe einer halben Pizzaschachtel zu falten. Aber da muss er durch, um seine Lizenz machen zu können. Als Anfänger brauche man eine halbe Stunde, um den Schirm ordnungsgemäß zu packen, sagt Ausbildungstrainer Harald. Ein professioneller Packer sei dagegen in fünf bis zehn Minuten fertig.


Nächsten Samstag werden Martin und Guido ihre nächsten Sprünge machen. Ein bisschen Bammel haben sie schon davor. "Aber das wird zur Routine", sagt Harald. Wer dabei zuschauen will, muss einfach nur auf den benachbarten Müllberg stehen, dann wird er sie vom Himmel fliegen sehen.