Oberau

Nach Aufregung um eine Frau mit Samuraischwert ist klar: Es war aus Holz

BZ-Redaktion & Simone Höhl

Eine Frau ist mit einem Schwert in eine Freiburger Klinik marschiert und hat die Herausgabe von Medikamenten gefordert. Die Polizei hat sie und das Schwert gefunden: Es war eine Attrappe.

Ein Anrufer alarmierte am Mittwoch gegen 9.30 Uhr die Polizei: Eine Frau mit einem Samurai-Schwert sei in der Oberau unterwegs.

Die 38-Jährige ist der Polizei zufolge bei einer Freiburger Klinik aufgetaucht und hat verlangt, ihr Medikamente zu geben. Mehrere Streifen eilten dorthin, die Beamten fanden die Frau in der Nähe. Sie brachten sie zur Untersuchung in eine andere psychiatrische Einrichtung.


Ein Schwert hatte die Frau nicht bei sich. Einsatzkräfte suchten es in der Gegend um die Klinik und in ihrer Wohnung, die wohl nicht weit weg liegt, erklärte Polizeisprecherin Ramona Weiner. Ihre Kollegen wurden in der Wohnung schließlich fündig: "Es handelt sich um eine hölzerne Attrappe."

Die Polizeisprecherin kann nur vermuten, wie es zu der Verwechslung mit einem echten Schwert kam: Der Anrufer habe es wahrscheinlich aus der Distanz und in der Aufregung nicht richtig sehen können.



Der Hintergrund des Vorfalls ist unklar, die Ermittlungen dauern an. Bei der Klinik handelt es sich um eine Suchtmedizinische Tagesklinik, die zum Zentrum für Psychiatrie Emmendingen gehört. Nach ersten Erkenntnissen war die 38-Jährige schon mal in der Klinik in Behandlung, sagte Polizeisprecherin Weiner.