myFoodPhone: Ernährungscoaching via Handy

Eva Hartmann

Na, was soll's denn heute zu Mittag geben? Salat mit Putenstreifen? Fisch mit gedünstetem Gemüse? Oder doch eher Burger und Pommes? Wer ernährungstechnisch auf der richtigen Seite bleiben will, kann dazu jetzt einen neuen Service nutzen: myFoodPhone bietet Ernährungsberatung via Handyfotos.




Wie funktioniert myFoodPhone?

Mit dem Handy fotografiert man das, was man gerade in Begriff ist zu essen und schickt es an myFoodPhone. Dort wird ein FoodJournal
, also eine Art Tagebuch erstellt, anhand dessen man einen Überblick über seine Essgewohnheiten gewinnen kann. Zusätzlich können auch Community Mitglieder auf das FoodJournal zugreifen und feedback zu den Ernährungsgewohnheiten liefern. Gegen einen Betrag von knapp 10 US-Dollar monatlich bekommt man alle zwei Wochen ein angeblich personalisiertes Video mit Tipps von einem NutritionAdvisor.

Und was soll das bringen?

Die Idee hinter myFoodPhone ist, dass man sich durch das Führen eines bebilderten Ernährungstagebuches seiner Ernährungsgewohnheiten gewahr werden und so zu einem bewussteren Essverhalten gelangen soll. Die Beobachtung und Unterstützung durch die Community, sowie soll einen zusätzlich zur Einhaltung einer gesunden Ernährung motivieren.



Bringt es das wirklich?

Der Gedanke, ein Ernährungstagebuch zu führen, ist sicherlich nicht der schlechteste: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man doch oft dazu neigt, sich ein verzerrtes Bild von den eigenen Essgewohnheiten aufzubauen, indem man sich mit Vorliebe vor Augen hält, was man alles Gesundes zu sich genommen hat, während man die ganzen kleinen Schokoriegelchen und Pommesportiönchen selbstbetrügerisch verdrängt. Auch der Aspekt der Motivation durch Dritte, in diesem Falle die Community-Mitglieder, scheint sinnvoll.

Allerdings: Wer ernsthafte Probleme mit seiner Ernährung hat, dem wird myFoodPhone wohl nicht wirklich weiterhelfen. Angenommen, man liegt mit einem akuten Anfall von Liebeskummer mit einem Dreiliterbottich Schokoladeneis schluchzend auf dem Sofa: Würde man die Kalorienbombe wieder zurück ins Eisfach stellen, nur weil die myFoodPhone-Community einem dringend von ihrem Verzehr abrät? Vermutlich würde man in einer solchen Situation gar nicht erst auf die Idee kommen, ein Foto von der geplanten Sünde machen.



Fazit

MyFoodPhone ist also eher ein Service für Leute, die ohnehin schon ein gewisses Bewusstsein für gesunde Ernährung erlangt haben und dieses ausbauen wollen. Die Unterstützung der Community und gegebenenfalls der NutritionAdvisors kann einem helfen, ernährungstechnisch in den richtigen Bahnen zu bleiben.

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