Musizierende Jungs aus Borlänge

Carolin Buchheim

Borlänge ist ein Kaff im schwedischen Nirgendwo, und Käffer im Nirgendwo sind ja bekanntlich genau die richtigen Orte, um eine Band zu gründen, um sich die Zeit, von der man im Kaff im Nirgendwo immer irgendwie ein bisschen zu viel hat, zu vertreiben. Borlänge scheint das perfekte Kaff zu sein, denn von da kommen gleich zwei tolle Bands. Die eine heißt Mando Diao, und selbst bei demjenigen, der seine Musik bevorzugterweise bei SWR3 und MTVIVA konsumiert, sollte dieser Bandname einige Lampen im Kopf leuchten lassen. Die andere Band heißt Sugarplum Fairy, und Victor und Carl von Sugarplum Fairy sind die Brüder von Gustaf von Mando Diao. Morgen (Dienstag) Abend sind Sugarplum Fairy im Jazzhaus.

Sugarplum Fairy gibt es schon länger als Mando Diao, aber den kometenhaften Aufstieg der anderen Band aus Borlänge im letzten Jahr konnten sie bisher noch nicht so richtig nachmachen. Das soll jetzt anders werden und Sugarplum Fairy weiten mit ihrem neuen Album First Round First Minute den Geschwisterkampf aus: Galt bisher, dass Mando Diao für den Rockpop zuständig waren, und Sugarplum Fairy für Poprock, so ist das neue Album krachiger, und -uh!- Mando-Diao-iger. Verzerrte Gitarren, treibende Drums, flockige Bassläufe und die Attitüde ist rotzig-aufmuckend. Die Brüder Noren beackern mit ihren unterschiedlichen Bands jetzt sehr ähnliches Terrain, aber das macht ja gar nicht, denn gut machen es ja alle beide Bands.Sich selbst definieren Sugarplum Fairy wie folgt: "Wir möchten das Songwriting der Beatles mit der Live-Performance der Stones verbinden! Das ist der Schlüssel zum Erfolg für jede Rock'n'Roll-Band." Und das ist ja Nichts schlechtes. Sollte spannend werden, Morgen Abend!

Sugarplum Fairy: Website& MySpaceWas: Sugarplum FairyWann: Mittwoch, 27.09.2006, 20 UhrWo: Jazzhaus, FreiburgWer Morgen Abend schon andere Pläne haben sollte, der kann die Jungs aus Borlänge übrigens auch noch am 01.10 in der Kaserne in Basel angucken.