Musikvideo: Freiburger Rapper AndOnez dreht Clip im Karlsruher Rheinhafen

Manuel Lorenz

Was macht ein Freiburger, wenn er sein Musikvideo in einem Hafen drehen will? Er dreht den Clip in Karlsruhe. Das hat jedenfalls der Rapper AndOnez getan - und herausgekommen ist ein schönes Video zu seinem neuen Track "Top 100".



AndOnez zerschlägt Sachen. Eine Audiokassette, eine Schallplatte, einen Schirm, ein Buch. Er verbrennt Geldscheine und stranguliert sich mit dem Kabel einer Computermaus. Wieso? Das geht nicht so wirklich hervor aus den Lyrics seines neuen Rapvideos "Top 100" - vielleicht hat es mir der Kraft der schöpferischen Zerstörung zu tun, die der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschwor? Rap ist ja doch auch ein Business - und wenn's manchmal auch nur um Aufmerksamkeit geht, oder um Klicks auf Facebook.


Die will AndOnez, das rappt er explizit, allerdings nicht. Ihm sei's "egal, ob Top 10 oder Top 100, / egal ob 10 Klicks oder 10.000". Er würde sein Leben nicht in Klickzahlen messen, es nicht an Trends ausrichten. Denn: "Ich hab Fans kommen und gehen sehen, / Trends kommen und gehen sehen."

Die Hauptsache scheint zu sein: Keep it real, mach dein Ding, leb dein Leben, mach dich frei.

Das Ganze wird eingerahmt vom Sonnenauf- und Sonnentuntergang in Karlsruhe spielt vor der Kulisse eines besonders trashigen Ecks des Karlsruher Rheinhafens, der Nordbeckenstraße. Schrott, Container, leerstehende Wohnwägen - ein Ort, der nach Abenteuer aussieht, an dem es nicht um Sperrstunden, Partylärm und Alkoholverbot zu gehen scheint. Und, der in derselben Stadt liegt, aus der Bott-X-Pictures kommen - jene Jungs, die AndOnez das Video gemacht haben.

AndOnez - Top 100

Quelle: YouTube


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[Bild: Robert Medlin]