Breitensport

Mudiator in Freiburg – nichts für Sport-Mimosen

Pascal Lienhard

Giraffen mit Herkules-Kräften: Der Mudiator im Freiburger Westen hat Sport-Asse angelockt, die sich von ein bisschen Schmerz nicht kirre machen lassen. Pascal Lienhard war dabei.

"Schmerz ist vergänglich, Stolz bleibt für immer." Mit diesem Leitspruch lockt der "Rothaus Mudiator". Bei dem Hindernislauf lassen sich die Teilnehmer auf so einiges ein: Eis, Wasser, Höhen – für Empfindliche ist das sicher nichts (Fotos).

"Das ist mal andere Art von Sport." Kai Wessels
Den Anfang machen Kinder und Familien bei der "Kids & Family Challenge". Für sie wurde eine kürzere, harmlosere Strecke hergerichtet. Doch egal ob alleine oder mit der ganzen Familie: Die jungen Teilnehmer halten sich ran und stellen sich den Hindernissen. Und das bei den hohen Temperaturen, die um 10 Uhr schon herrschen. Da ist die Wasserrutsche gegen Ende der Strecke eine willkommene Abkühlung.

27 Hindernisse pro Runde – da braucht es Legionäre, mindestens

Beim eigentlichen Mudiator haben die Teilnehmer dann die Wahl zwischen "Legionär" und "Hercules": Als "Legionär" geht es einmal über die acht Kilometer lange Strecke. Wer sich "Hercules" nennen möchte, der muss schon etwas mehr zeigen und die Runde zweimal ablaufen. Doch der moderne Herkules hat mehr als nur zwölf Aufgaben vor sich: Sage und schreibe 27 Hindernisse warten pro Strecke. Da müssen etwa Reifen gezogen werden, da steht ein Sprung aus vier Metern Höhe in ein Feuerwehrkissen an. Die Freizeitsportler können entweder als Gruppe oder alleine antreten.

Aber was ist es, das die Teilnehmer antreibt? "Es geht um den Spaß", meint Kai Wessels. Er gehört zum Team, das sich den Namen "Running Gag" gegeben hat. "Wir sehen das nicht so verbissen", steuert Team-Partnerin Yvonne Höferlin bei. "Es ist etwas abseits vom Normalen", erklärt Wessels. "Das ist mal andere Art von Sport." Das Team hat auch so mit Sport zu tun – man kennt sich vom Fußballverein.

Superhelden, Giraffen, Honigbienen – die Optik läuft mit

Dass es nicht nur ihnen, sondern auch vielen anderen um den Spaß geht, das sieht man auch an den Outfits, in dem einige an die Startlinie gehen: Egal ob als Superheld, Storm-Trooper, mit Schwarzwälder Bommelhut oder gar im Tutu – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zwei Teilnehmer sind gar als Giraffen verkleidet. Das alles ist ganz im Sinne der Veranstalter: Neben den schnellsten Mudiatoren in allen Wettbewerben wird auch das beste Kostüm prämiert.

Auch Sandra Remus und Daniela Nowara kommen verkleidet: Die beiden erscheinen in Gelb und Schwarz. Da verwundert der Name des Teams wenig: Die "Honey Bees". Da darf ein Bienen-Haarreif nicht fehlen. Und auch ihnen geht es um den Spaß – und nicht etwa um die Zeit, die sie für die Strecke brauchen.



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