Mountainbiker Rudiger kämpft gegen Krebs

Sophie Guggenberger

Beim Freiburger Mountainbike-Nationalfahrer Benjamin Rudiger vom Team Rothaus-Cube wurde Anfang Oktober Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert, nachdem ein zunächst als harmlos angesehenes Geschwulst an der Ohrspeicheldrüse routinemäßig untersucht worden war. Vorerst muss Rudiger vom Leistungssport Abstand nehmen. Die Prognose ist jedoch gut, der zweifache Deutsche U23-Meister und seine Ärzte sind optimistisch, dass er die Krankheit überwinden wird.

Mit Zuversicht und Kampfgeist blickt Benjamin Rudiger ins Jahr 2007. Vier von sechs Chemotherapie-Zyklen liegen hinter dem 22-jährigen Mountainbiker, die Ärzte sind mit dem Verlauf der Behandlung gegen den Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin) zufrieden. "Wenn alles normal läuft liegen jetzt zwei Drittel der Therapie hinter mir, es geht dem Ende entgegen", sagt Benjamin Rudiger und es liegt Zuversicht in seiner Stimme. Obwohl laut Aussage der Ärzte an der Bundeswehrklinik in Ulm alles nach Plan läuft, weiß der Sportsoldat, dass es "noch kein sicheres Ding ist." Das Rennen ist erst gewonnen, wenn die Ziellinie überfahren ist, um es im Kontext des Sports auszudrücken.


Bis jetzt hat Benjamin Rudiger die Chemotherapien gut kompensiert und die Nebenwirkungen in den Griff bekommen, auch wenn schwierige Tage nicht ausgeblieben und weitere Täler noch zu durchleben sind. Die Erfahrung lehrt, dass es zum Schluss für die Patienten immer härter wird.



Mit einer Wollmütze auf dem Kopf sieht man den zweifachen Deutschen U23-Meister im Kraftraum des Olympiastützpunkts Freiburg bereits wieder an den Geräten. Wir arbeiten mit ihm so gut es geht", sagt Trainer Patrik Faller. Natürlich sei er schnell müde, aber in diesen Trainingseinheiten steckt auch eine psychische Botschaft. Sie drücken den Kampfgeist aus, mit dem Benjamin Rudiger der Krankheit in seinem Körper begegnet. "Ich bin weiterhin optimistisch, das zu schaffen. Im Moment führe ich ein Leben auf Abwarten. Meine Gedanken kreisen um die Zukunft, wenn ich wieder mein normales Leben führen kann, das ist der Moment auf den ich hinlebe," erzählt Rudiger.

Ende Februar werden die letzten beiden Zyklen der Chemotherapie hinter Benjamin Rudiger liegen. Danach benötigt der Körper noch einige Wochen Zeit, um das Blut wieder zu regenerieren. fudder wünscht ihm Durchhaltevermögen und Kraft auf dem Weg zurück in sein Leben, zurück in die Rennszene!