1000 Spuren

Mordfall Maria L.: Zeugen können anonym mailen

Frank Zimmermann

Die 40-köpfige Soko Dreisam verfolgen inzwischen mehr als 1000 Spuren im Fall der getöteten Studentin. Zudem ist ab sofort im Internet ein anonymes Meldesystem geschaltet.

Nach wie vor ermittelt die 40-köpfige Sonderkommission Dreisam mit Hochdruck im Fall der am 16. Oktober getöteten Maria L. Inzwischen haben die Ermittler 940 Personen vernommen; sie verfolgen inzwischen mehr als 1000 verschiedenen Spuren. 190 Männer haben bislang freiwillig DNA-Proben abgegeben, sie stammen vorwiegend aus dem Umfeld der getöteten Medizinstudentin.


Bei den bisherigen Abgleichen der an der Leiche sichergestellten DNA mit den entnommenen Speichelproben gab es keinen Treffer, auch mit dem Genmaterial aus der Straftäter- und Tatverdächtigen-Datei des Bundeskriminalamts gab es keine Übereinstimmung. Neben deutschsprachigen Plakaten verteilt die Polizei inzwischen auch Exemplare in englischer, französischer und arabischer Sprache.
Die Ermittler haben aktuell folgende Fragen:

  • Wer kann sachdienliche Angaben zur Herkunft oder zu einem möglichen Eigentümer oder Benutzer des lilafarbenen Damenrads machen, das am Tatort aufgefunden wurde? (Mehr Informationen zum Fahrrad)
  • Wer hat in der Tatnacht einen Mann mit diesem Fahrrad gesehen?

Zudem ist ab sofort im Internet ein anonymes Meldesystem geschaltet. Unter dem Internet-Link www.bkms-system.net/bw-soko-dreisam können Zeugen ohne die Angabe ihrer Personalien oder ihrer Telefonnummer Hinweise komplett anonym an die Soko schicken. Täglich erreichen etwa 40 Hinweise aus der Bevölkerung die Sonderkommission Dreisam, die unter Tel. 0761/882-5930 erreichbar ist.

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