OB-Wahl in Freiburg

Monika Stein tritt zum zweiten Wahlgang an

Joachim Röderer

Die von einem Linksbündnis unterstützte Stadträtin Monika Stein tritt auch zum zweiten Wahlgang bei der OB-Wahl in Freiburg an. Das hat sie am frühen Mittwochabend bekanntgegeben.


"Ich werde für den zweiten Wahlgang antreten", diese Nachricht hat Monika Stein am Mittwochabend im Café Hermann in einer Pressekonferenz verkündet. Sie wolle ihre Inhalte auch im zweiten Wahlgang deutlich machen, so die Stadträtin der Grünen Alternativen, die von einem bunten Linksbündnis unterstützt wird. "Es ist ein Dreikampf", beschreibt sie die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang am 6. Mai (Kommentar).

Sie liege nur 7000 Stimmen hinter Martin Horn, dem Gewinner der ersten Runde. Sie rechnet sich weiter gute Chancen aus. Angst davor, dass sie ein viel schlechteres Ergebnis am Sonntag erreicht, hat sie nicht: "Es gibt bei jeder Wahl ein Risiko, das man nicht das erreicht, was man sich erhofft". Schon jetzt hätte sie etliche Punkte aus ihrem Wahlprogramm umsetzen können – vom Kurzstreckenticket bis zum WLAN in Bussen und Bahnen.



Stein hat in den vergangenen Tagen Vier-Augen-Gespräche mit Horn und mit Amtsinhaber Salomon geführt. Weil die Unterredungen vertraulich waren, wollte sie darüber nicht berichten. Es sei aber für sie und ihr Team klar gewesen, dass sie im zweiten Wahlgang antreten wird. Es habe eine klare Mehrheit für diese Entscheidung gegeben, sagte sie. Der amtierende OB habe als Inhalt bislang nur ein "Weiter so" präsentiert, Herausforderer Horn sei völlig unkonkret geblieben, so Stein. Sie wolle dazu weiter eine Alternative bieten.

Neben Stein kämpfen drei weitere Köpfe um den Chefposten im Rathaus. Dieter Salomon erhält die Unterstützung von der Freiburger CDU, die eine Wahlempfehlung für ihn ausgesprochen hat. Favorit ist nun Martin Horn als Sieger des ersten Wahlgangs. Mit dabei ist auch Anton Behringer, der im ersten Wahlgang jedoch nur 3,7 Prozent erreicht hatte.



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