"moment mal!": Zwei junge Fotografen porträtieren Freiburger auf der Straße

Inka Rupp

Grüne Augen, braune Augen, verschmitzt oder nachdenklich, alt oder jung, mit Brille oder Piercing: Die zwei jungen Fotografen Corina Beha und Raphael Pietsch fotografieren Freiburger, die sie auf der Straße treffen. "moment mal!" heißt ihr Projekt, denn statt Fotos im Studio zu machen sind sie auf der Suche nach Momenten, Geschichten und flüchtigen Begegnungen.



Die Fotografen

Zwei Minuten – ungefähr so lange dauern die Shootings, die auf Freiburgs Straßen stattfinden, wenn Corina und Raphael mit der Kamera unterwegs sind. „Manchmal dauert es länger, zu erklären, was wir eigentlich machen wollen, als das Fotografieren selbst“, sagt Raphael.

Die beiden arbeiten bei der Freiburger Agentur „qu-int – Marken, Medien und Kommunikation" und haben sich dort kennengelernt. Corina ist erst 23 Jahre alt, hat aber bereits zwei Ausbildungen absolviert – eine als Fotomedientechnikerin und eine als Mediengestalterin im Bereich Print. Raphael ist ebenfalls 23 und hat auf einer Selbstfindungsreise nach Indien seine Leidenschaft für das Fotografieren entdeckt. Schon seit 2009 arbeitet er jetzt bei „qu-int“ und hat dort auch seine Ausbildung zum Mediengestalter gemacht.



Das Projekt

Die Idee für das Projekt „moment mal!“ entstand, als Raphael und Corina beschlossen, ein paar Test-Porträtfotos zu machen und dafür einfach Leute auf der Straße anzusprechen. „Wir haben schnell gemerkt, dass da viel Potenzial drinsteckt und die Leute Ausstrahlung haben“, erzählt Raphael. Obwohl das Projekt seit März besteht, ist die selbstgestaltete Website schon mit über 40 Porträtaufnahmen von Freiburgern aller Altersstufen und Nationalitäten angefüllt.

Die Porträts

Die Fotos sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Vordergrund ist gut ausgeleuchtet die fotografierte Person zu sehen, der Hintergrund verschwimmt und nur schemenhaft lassen sich Lichter, Häuser und Bäume ausmachen. „Die Idee ist, dass Freiburg mitschwingt“, sagt Raphael, „Urfreiburger erkennen meist, wo das Foto aufgenommen wurde“.

Wen die beiden für eine Porträtaufnahme aussuchen, entscheiden sie spontan – „einfach aus dem Bauch heraus“, meint Corina. Wichtig ist, dass das Treffen zufällig zustandekommt. „Wir wurden auch schon von Leuten gefragt: ,Hey, könnt ihr mich auch für euer Projekt fotografieren?' Aber so gestellt ist das nicht Sinn der Sache. Wir wollen Momente sammeln“, sagt Raphael.

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[Foto 1: Promo, Foto 2: Inka Rupp