Mobile Glossar: Was sind UMTS, HSDPA, GSM und Co.?

Nikolai Worms

Ein neues Handy soll her, am besten mit diesen ganzen tollen Funktionen die jetzt jeder hat, oder zu denen zumindest jeder eine Expertenmeinung anbietet. Aber wofür stehen eigentlich diese ganzen Abkürzungen? Niko hat euch ein Lexikon zur Entschlüsselung des Handy-Abkürzungs-Chinesisch zusammengestellt.



2G: siehe >GSM
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3G: siehe >UMTS
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3GP: Dateiformat für Videos auf Mobiltelefonen, zum Beipsiel zum Verschicken per >MMS

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Bluetooth: Standard zur kabellosen Datenübertragung über kurze Distanzen zwischen einzelnen Geräten (PDA, Computer, Handy, Freisprecheinrichtung)
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D-Netz: erstes komplett digitales Mobilfunknetz, basierend auf dem >GSM-Standard; in Deutschland betreiben T-Mobile (D1) und Vodafone (D2) ein D-Netz
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DVB-H: mit dem "Digital Video Broadcasting - Handhelds"-Standard kann digitaler Rundfunk auf Handys und anderen kleinen Geräten empfangen werden, in Deutschland bisher ein Flop
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E-Netz: digitales Mobilfunknetz, das sich nur in wenigen technischen Details vom >D-Netz unterscheidet; E-Plus (E1) und O2 (E2) betreiben ein E-Netz
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EDGE: "Enhanced Data Rates for GSM-Evolution" verbessert, genau wie >GPRS, den >GSM-Standard, um schnellere Datenübertragung zu erreichen
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GPRS: "General Packet Radio Service" ist ein Dienst zur Datenübertragung in Mobilfunknetzen, der auf dem >GSM-Standard aufbaut
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GPS: Das "Global Positioning System" ist ein weltweites, satellitengestützes Navigationssystem; immer mehr Handys können per integriertem GPS-Empfänger auch als Navigationsgerät verwendet werden
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GSM: "Global System for Mobile Communications" ist der weltweit am weitesten verbreitete digitale Mobilfunkstandard, zum Beispiel auch in den deutschen >E- und >D-Netzen
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HSDPA: "High Speed Downlink Packet Access" ist ein >UMTS-Übertragungsverfahren zur schnellen Datenübertragung vom Sender zum Handy, mit dem Datenraten in DSL-Geschwindigkeit erreicht werden können
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HSUPA: "High Speed Uplink Packet Access" ist das Gegenstück zu >HSDPA und ermöglicht die schnelle Datenübertragung vom Handy zum Sender
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IMEI: mit der "International Mobile Equipment Identity" ist weltweit jedes Handy anhand einer 15-stelligen Nummer eindeutig identifizierbar. Und wo steht jetzt meine IMEI? Einfach *#06# ins Handy tippen
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IrDA: Die "Infrared Data Association" schreibt vor, wie Daten per Infrarotschnittstelle übertragen werden; oft steht "IrDA" einfach für das Vorhandensein eines Infrarotports
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LCD: Neuere Handys sind alle mit einem "Liquid Crystal Display" (Flüssigkristalldisplay) ausgestattet
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Li-Ion: "Lithium-Ionen-Akkus" liefern, genau wie >Lithium-Polymer-Akkus, die Energie fürs Handy
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Li-Polymer: In neueren Handys werden "Lithium-Polymer-Akkus" eingesetzt, die eine Weiterentwicklung der >Lithium-Ionen-Akkus sind
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microSD: Sehr kleine Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu zwei Gigabyte, die von vielen Herstellern in Handys eingebaut werden
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MMS: "Multimedia Messaging Service" ist eine Weiterentwicklung der >SMS, über die auch längere Textnachrichten, Bilder, Videos und Sprachaufnahmen verschickt werden können
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MP: In "Megapixel" wird zum Beispiel die maximale Auflösung der integrierten Handykamera angegeben
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MP3: Im "MPEG-1 Audio Layer 3"-Format gespeicherte Audiodateien nehmen nur wenig Platz weg, und sind deshalb gut für integrierte MP3-Player in Handys geeignet
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PIN: Die "Persönliche Identifikationsnummer" braucht man zum Entsperren des Handys



Pixel: Ein "Picture Element" ist die kleinste Bildeinheit eines Rasterbildschirms; die Abmessungen von Handydisplays werden in Pixel angegeben
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PUK: Den "Personal Unblocking Key" braucht man zum Entsperren der >SIM-Karte, wenn der >PIN dreimal falsch eingegeben wurde
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QVGA: Handydisplays haben oft die Größe des "Quarter Video Graphics Array", der eine Auflösung von 320 mal 240 >Pixel hat
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SIM: Auf dem "Subscriber Identity Module" sind die Daten zur Herstellung einer Telefonverbindung gespeichert; sie kann mit einem >PIN gegen Missbrauch geschützt werden
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SMS: Mit dem "Short Message Service" können Textnachrichten von bis zu 160 Zeichen über >GSM an andere Handybesitzer verschickt werden
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TFT: siehe >LCD
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UMTS:
"Universal Mobile Telecommunications System" ist ein Mobilfunkstandard der dritten Generation, mit dem wesentlich höhere Datenraten als etwa mit >GSM erzielt werden können
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WAP: Das "Wireless Application Protocol" ermöglicht die Nutzung von Internetdiensten per Handy; wegen der hohen Kosten wird es wohl von >UMTS und >WLAN verdrängt werden
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WLAN: Viele neue Handys und Smartphones können sich per "Wireless Local Area Network" mit dem Internet verbinden

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