Mittwoch: Pussy Riot-Doku "A Punk Prayer" im KoKi

Hannah Kappis

Pussy Riot – die russische Gruppierung, deren Name auf deutsch "Muschi-Krawall" bedeutet, ist seit der Verhaftung der drei Hauptaktivistinnen vor fast zwei Jahren zum Symbol für den Protest gegen das Putin-Regime geworden. Das KoKi zeigt ab Mittwoch eine Dokumentation über die Bewegung, den Prozess und seine Folgen.



Drei junge Frauen betreten den kargen Verhörraum eines russischen Gefängnisses. Gefasst lächeln sie in die Kamera. „Was bedeutet eigentlich riot?“ beginnt die Befragung aus dem Off. „Aufruhr. Pogrom. Aufstand der unterdrückten Massen. Menschen, die mit der Politik des gegenwärtigen Regimes nicht einverstanden sind.“ Ruhig, fast belehrend wirkt die Antwortende. Sie spricht leise, aber deutlich und bestimmt, und so wird bereits in dieser ersten Szene der Dokumentation „A Punk Prayer“ klar: Diese Frauen geben nicht klein bei.

Nadia, Masha und Katja sind Künstlerinnen, Punkrockerinnen, feministische Aktivistinnen. Sie lieben die Extreme, provozieren mit ihren Auftritten. Doch sie leben in einem politischen System, das ihnen das Wort verbietet. Im März 2012 werden die drei Gründerinnen von Pussy Riot infolge einer regime- und kirchenkritischen Protestaktion verhaftet und sorgen damit für weltweites Aufsehen. Zwei Regisseure begleiteten Pussy Riot daraufhin sechs Monate lang durch den Prozess. Sie zeigen in ihrer Doku "A Punk Prayer", wie drei eigenwillige Frauen versuchen, sich gegen die groteske Übermacht von Justiz, Kirche und Staat zu behaupten. Dabei treffen sie auf Ungerechtigkeit und Willkür, aber auch auf unerwartete Solidarität.
Die Dokumentation über die Hintergründe von Pussy Riot, die den Spezialpreis der Jury beim Sundance Filmfestival 2013 erhielt, gibt es in der originalen Fassung mit englischen Untertiteln ab Mittwoch, 15. Januar 2014 im Kommunalen Kino zu sehen.

Pussy Riot: A Punk Prayer trailer

Quelle: YouTube


Mehr dazu:

Was: Pussy Riot-Dokumentation "A Punk Prayer"
Wann: Mittwoch, 15. Januar 2014, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungszeiten findet ihr auf der Website des KoKi
Wo:
Kommunales Kino
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro    
[Foto: Promo]