Milch, Brot, Joghurt, Käse, Quark, Wurst - alles selbst gemacht

Joel Montagud

Die Familie, bei der wir zu Gast sind, produziert alles selbst. Die gemolkene Milch wird größtenteils verkauft aber auch selbst konsumiert, genauso ist es mit dem Brot. Ich hätte gar nicht erwartet, dass mir das alles so gut schmeckt.



Wenn das Brot in Ordnung ist, geht es zum Kunden, Brote mit kleinen Formfehlern werden selbst verspeist. Die Kuh wird zum Metzger gebracht und geschlachtet, die fertige Wurst kommt dann wieder zurück. Die Wurst, der Joghurt, der Käse, der Quark, alles wird selbst gemacht. Komischerweise ist die Butter aus dem Laden, denn die Butterproduktion ist, so sagt unser Bauer, zu aufwendig.


Als wir hier ankamen, waren wir echt erstaunt, wie das hier mit dem Selbstmachen ablief. Und wir mussten uns erst mit den Produkten anfreunden. Ein großer Vorteil ist, dass man genau weiß, woher die Sachen kommen und wie sie gemacht werden. Vom Weizen säen bis den Teig in den Ofen schieben, man kennt den ganzen Prozess.

Es wird einem auch klar, wie aufwändig das Ganze ist. Man muss seinen Job schon lieben als Bauer, denn wenn man es nur wegen des Geldes tun würde, wäre man am Schluss recht frustriert. Die selbst gemachten Produkte unterscheiden sich deutlich vom Gekauften: Es ist oft viel besser. Aber eine Tüte Gummibärchen würde ich schon auch mal wieder gerne essen.