Mensch gegen Maschine: Der Freiburger Tischfußball-Roboter

Marc Schätzle

Die Kicker-Liebhaber unter euch werden es wissen: Im Gegensatz zum Dartspiel, bei dem man nicht unbedingt einen Partner braucht, sähe es leicht albern aus, gegen sich alleine zu kickern. Abhilfe schafft eine tolle Erfindung aus Freiburg: ein Tischfußball-Roboter.



2001 startete Thilo Weigel im Rahmen seiner Doktorarbeit am Lehrstuhl für künstliche Intelligenz der Universität Freiburg das Forschungsprojekt "KiRo". Im Rahmen dieses Projekts entstand aus einem handelsüblichen Tischfußballtisch der erste Prototyp eines Tischfußball-Roboters. 2003 kam es zu einer Kooperation zwischen der Universität und dem Unternehmen Gauselmann, und zwar mit dem Ziel aus dem Prototypen "KiRo" einen marktreifen Kicker-Roboter unter dem Namen Star Kick zu machen.




Das Gerät wird durch einen PC gesteuert, der an eine Kamera angeschlossen ist. Diese erfasst die komplette Spielfeldfläche samt Ball und wertet alle 20 Millisekunden das aktuelle Kamerabild aus, um hieraus die aktuelle Ballposition, die Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung des Balles zu ermitteln. Aus diesen Informationen entscheidet die Software nach bestimmten Kriterien, wie die Spielstangen horizontal bewegt bzw. die Spieler gedreht werden müssen, damit das Tor verteidigt oder Tore geschossen werden. Es gibt drei Schwierigkeitsstufen: Anfänger, Fortgeschrittene und Profi. In der Pro7-Wissenschaftssendung Galileo wurde der Automat diese Woche gründlich getestet, indem ein richtiger Kicker-Crack gegen die Maschine antrat - und zwar im schwierigsten Modus.

Ich konnte es nicht glauben: Die Maschine gewann!

Das Gerät in Action könnt ihr auf dieser Seite begutachten.

Nun haben wir aber eine andere Frage: Könnte vielleicht jemand von euch Roboter-Freaks einen PC-gesteuerten Motor für den Monsterkicker entwerfen, den ihr auf dem Foto unten seht? ;-)



Dieser (vermutlich) größte Kicker der Welt steht Unter den Linden in Berlin.