Meine Meinung: Warum der Freiburger Skater Kai Schweizer findet, dass der Skatepark aufs Dietenbachgelände sollte

Kai Schweizer

Der Freiburger Skatepark soll jetzt plötzlich doch nicht auf den zentralen Karlsplatz, sondern aufs entlegene Dietenbachgelände. Warum der Freiburger Skater Kai Schweizer diesen Ort gar nicht so schlecht fände:



Ich finde es gar nicht so schlecht, dass der Skatepark jetzt doch nicht auf den Karlsplatz kommt. Dort hätte es bestimmt eine Sperrzeit gegeben, da nebendran ein Pflegeheim ist und man sonst sicher die Anwohner gestört hätte. Ab 15 Uhr wäre sicherlich Mittagsruhe gewesen, und abends hätte man nur bis circa 19 Uhr skaten dürfen. Der Vorteil wäre natürlich gewesen, dass der Karlsplatz extrem zentral liegt.


Das Dietenbachgelände ist aber eigentlich eine gute Idee für einen Skatepark. Man braucht vom Zentrum aus zwar recht lang, um dorthin zu gelangen - 15 bis 20 Minuten plus Fußweg. Dafür gibt's dort aber keine Anwohner, die man stören könnte. Und es würde sich lohnen, den weiten Weg auf sich zu nehmen, weil man so lange skaten könnte, wie man Bock hat, und abends noch grillen und Musik hören könnte.

Außerdem gibt es auf dem Dietenbachgelände bereits eine BMX-Bahn, und die Leute sind es gewohnt, dass dort immer Jugendliche sind. Witzigerweise gibt es auch schon einen kleinen, komischen, schäbigen Skatepark, der vor Jahren gebaut wurde.

Bisher skatet man in Freiburg viel im Haus der Jugend, und man kann auch im Rieselfeld skaten, aber der Skatepark dort ist ziemlich scheiße, weshalb dort beinahe niemand hingeht. Ansonsten fährt man nach Staufen, Emmendingen oder Waldkirch. Da gibt es überall bessere Parks als in Freiburg. Um Fotos und Filme vom Skaten zu machen, geht man in Freiburg auf die Straße und sucht sich etwas anderes, was man fahren kann.  

Zur Person


Kai Schweizer
ist 20 Jahre alt, wohnt bei Heitersheim und macht beim Skateboard-Shop Titus in Freiburg seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Skaten ist seine größte Leidenschaft, und da Freiburg recht klein ist und man was Skateboarden angeht in größeren Städten mehr erreichen kann, möchte Kai nach seiner Ausbildung vielleicht umziehen.



"Meine Meinung"

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  [Fotos: Kai Schweizer]