Meine Meinung: Nicht-Wählen löst keine Probleme

Vanja Tadic

Keinen Bock auf Politik? Und schon gar nicht auf die Bundestagswahlen? fudder-Autorin Vanja Tadic, 19, hat gute Argumente, warum Du Dir Deine Wahlverweigerung nochmal überlegen solltest.

Eine Demokratie und gesicherte Grundrechte sind nicht überall auf der Welt selbstverständlich. Korruption, Diktaturen und Unterdrückung sind Schuld, dass viele Menschen weltweit nicht die Möglichkeit haben, an freien und geheimen Wahlen teilnehmen zu dürfen.


Was würde ein Nordkoreaner nur dafür geben, sich darüber Gedanken zu machen, ob er am 24. September wählen gehen soll oder nicht? Ich finde, dass besonders junge Wähler gefordert sind: Schließlich sind sie der Teil der Bevölkerung, der noch am längsten mit den Ergebnissen leben muss.

"Meckern ist einfach – Beteiligung ist schwieriger."


Wäre die Abstimmung über den Brexit in Großbritannien vielleicht anders ausgefallen, wenn sich noch mehr junge Leute an der Wahl beteiligt hätten? Nimmt man sein Wahlrecht nicht in Anspruch – egal ob aus Protest, Desinteresse oder Langeweile – überlässt man Parteien, deren Ansicht man nicht teilt, das Feld.

Selbst eine Stimme für eine kleine Partei ist nicht vergeblich – wenn alle so denken, ändert sich nie etwas! Nichtwählen ändert kein einziges Problem. Also mach' Dein Kreuz für den Kandidaten oder die Kandidatin und für die Partei, die Dir in den Kram passt.

Ohne Anstrengung geht’s nicht

Wenn Du noch gar nicht Bescheid weißt, nutze den Wahl-O-Mat oder den Kandidat-O-Mat, um herauszufinden, welche Partei Deine Ansichten teilt. Das ist ein bisschen anstrengend, ja, aber ohne das geht’s nicht. Meckern ist einfach – Beteiligung ist schwieriger.

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