Straßennetz

Meine Meinung: Fahrrad fahren in Freiburg kotzt mich an

Jonathan Janz

Fahrrad fahren gehört zur Freiburger Mentalität. Doch beschädigte Straßen machen den Drahtesel-Befürwortern das Leben schwer, findet fudder-Autor Jonathan Janz.

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel gehört für mich zur Freiburger Mentalität, zur DNA der Stadt. Vergangene Woche ist mir mit dem Schutzblech meines Fahrrads aber auch der Geduldsfaden gerissen, denn: Die Straßen Freiburgs sind meiner Meinung nach zu einem einzigen Flickenteppich verkommen. Stetig werden Straßen aufgerissen und anschließend nur unbefriedigend geflickt – eine adäquate Straßendeckensanierungen kommt nicht vor.


Ich habe nicht das Gefühl, die Stadt agiert im Sinne der Radbevölkerung , wenn es um die Instandhaltung des öffentlichen Straßennetzes geht – mit Blick auf das Radverkehrskonzept 2020 und der Erhaltung passabler Radwege: Ich sehe eher Stillstand als Entwicklung.

Manche Strecken gleichen einer Slalomfahrt

Geflickte Straßen, die man überall in der Stadt findet, sind paradigmatisch dafür. Immer muss man Hindernissen in Form von Schlaglöchern, Wurzelaufbrüchen und Irritationen in der Straßendecke ausweichen, manche Strecken gleichen einer Slalomfahrt im Skisport.



Das Video zeigt meinen täglichen Weg von Haslach in die Freiburger Innenstadt. Viel schlimmer als der Zustand der Straße ist, dass sich dort seit Jahren nichts verändert. Eine kurze Recherche zeigt, dass die Instandhaltung der deutschen Straßen nicht nur ein reines Freiburger Problem ist.

Die Stadt plädiert: Fahre Fahrrad, tue etwas Gutes.

"Über ein Drittel der Verkehrswege innerhalb der Stadt werden per Rad zurückgelegt", heißt es auf der Website der Stadt Freiburg. Wer Rad fährt, tut gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt, denn Radfahrer erzeugen keine klimaerwärmenden Kohlendioxid-Emissionen. Aber ist Freiburg noch die fahrradfreundliche Stadt, für die sie sich hält? – ich finde: nein.



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