Maxi Böhm räumt bei Bioss-Kunstwettbewerb ab

Nadine Paulus

Was der Grafikstudentin Maxi Böhm (32) passiert ist, klingt fast schon vermessen: bei einem Kunstwettbewerb des Zentrums für Biologische Signalstudien (Bioss) hat sie Platz eins, zwei und drei belegt. Wir haben mit der Dreifach-Gewinnerin gesprochen.



Bei dem Wettbewerb, den das Bioss für Studierende der Freien Hochschule für Grafik-Design und Bildende Kunst Freiburg (FHF) ausgeschrieben hatte, ging es darum, die Kommunikation und Signalwirkung von Zellen grafisch darzustellen. Jeder Teilnehmer durfte maximal drei Werke einreichen. Maxi entschied sich für einen Filmclip und zwei Poster. "Mein Dozent wollte erst nicht, dass ich einen Film einreiche, aber ich wollte das unbedingt machen und habe mich da durchgesetzt," sagt die 32-Jährige. Eine richtige Entscheidung, denn immerhin belegte Maxis Clip den ersten Platz im Wettbewerb.




Da sie als einzige einen Film ins Rennen schickte, rechnete sie sich für diesen gute Chancen auf einen vorderen Platz aus. "Dass aber auch die beiden Poster gewinnen würden, war dann doch eine Riesenüberraschung", so Maxi. Zur Wahl standen immerhin 39 Grafiken. Alle Werke wurden im Übrigen anonymisiert eingereicht. Auch die Jury staunte daher nicht schlecht, als sich herausstellte, dass die drei Favoriten von einer Person stammen.

Maxi Böhm studiert derzeit im siebten Semester an der FHF. Für das kommende Jahr steht noch ein Praxissemester an, das sie bei einem Fotografen absolvieren möchte. Fotografie war auch ihr Erfolgsrezept für den Bioss-Wettbewerb. "Ich hatte auch erst überlegt, etwas am Computer zu machen, bin dann aber lieber rein fotografisch vorgegangen", so Maxi: "Vielleicht hat das den Nerv der Jury getroffen."



Für die Alleinerziehende kommen die Preise, die mit insgesamt 2750 Euro dotiert sind, gerade passend. "Meine Tochter hat diesen Monat Geburtstag, da kann ich ihr endlich mal was richtig Schönes schenken."

Das Gewinner-Video



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