Masern im Studentenwohnheim ausgebrochen

Jan Wittenbrink

Nach verschiedenen Schulen hat es nun auch ein Studentenwohnheim erwischt: Masern-Alarm im Engelberger-Wohnheim. Was ein Freiburger Arzt dazu sagt:



Seit einigen Tagen fällt den Bewohnern des Engelberger-Wohnheims beim Betrachten des Aushangs ein Merkblatt zum Thema Masern ins Auge. Der Grund: Anfang Mai wurde dem Gesundheitsamt aus dem Wohnheim eine Erkrankung gemeldet. Die Lage ist nach Angaben des Studentenwerks jedoch undramatisch. Die erste Ansteckungsphase sei bereits überstanden.


Geht es nach Dr. Markus Hufnagel, Oberarzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Freiburg, sollten Masern dennoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Er empfiehlt, den eigenen Impfpass überprüfen zu lassen und eine Masernimpfung gegebenenfalls nachzuholen. "In Studentenwohnheimen, wo viele Leute auf engem Raum zusammenleben, kommt es natürlich leichter zu Ansteckungen."

Masern lösen in etwa einem von 1000 Fällen eine Hirnhautentzündung aus. Diese kann bleibende Schäden hinterlassen und auch tödlich enden. Eine andere mögliche Folgeerscheinung einer Masernerkrankung ist eine Lungenentzündung. "Hier haben Erwachsene ein höheres Risiko als Kinder", sagt Hufnagel.

In diesem und im letzten Jahr treten gehäuft Fälle in Freiburg auf, Markus Hufnagel zufolge aufgrund zu niedriger Impfraten. Er  spricht von einem "kleineren lokalen Ausbruch". Im April waren an der St. Georgener Waldorfschule vorübergehend nur noch geimpfte Schüler zum Unterricht zugelassen worden, nachdem es mehrere Erkrankungen gegeben hatte.

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