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Martin Horn aus Sindelfingen will Oberbürgermeister von Freiburg werden

Joachim Röderer

Pfarrerssohn und Europaexperte der Stadt Sindelfingen: Martin Horn will Freiburgs OB Salomon herausfordern. Der 33-Jährige tritt als parteiübergreifender Kandidat an – hat aber die Unterstützung der SPD.

Martin Horn gab sich bei der Vorstellung am Dienstagmittag im "Roten Bären" selbstbewusst: "Ich trete hier an, um zu gewinnen", sagte er in dem Pressegespräch. Er stehe für ein besseres und sozial gerechteres Freiburg. Er selbst sei kein SPD-Mitglied, fühle sich aber sozialdemokratischen Ideen nahe. Horn setzt auf die Unterstützung aus allen politische Lagern und habe auch schon entsprechende Rückmeldungen.


"Dieter Salomon hat seine Verdienste für Freiburg, aber 24 Jahre OB Salomon - das wäre zu viel." Martin Horn
Der OB-Kandidat stammt aus der Pfalz und ist in einer evangelischen Pfarrersfamilie groß geworden. Er hat unter anderem für Greenpeace in Neuseeland und für das EU-Parlament gearbeitet. In Ludwigsburg hat er internationale soziale Arbeit studiert und in Bremen seinen Master in European and World Politics abgelegt. Seit drei Jahren ist er im Sindelfinger Rathaus unter einem CDU-Oberbürgermeister beschäftigt. Aktuell ist er Europa- und der Entwicklungskoordinator. Martin Horn ist verheiratet und Vater eines eineinhalb Jahre alten Sohnes.

Die Entscheidung für die Kandidatur in Freiburg habe er schon länger getroffen. Nach ersten Gesprächen spüre er durchaus eine Wechselstimmung in der Stadt. "Dieter Salomon hat seine Verdienste für Freiburg, aber 24 Jahre OB Salomon – das wäre zu viel", so Horn. Er wolle aber kein OB-Bashing betreiben, sondern mit eigenen Ideen punkten. "Es geht um mehr Transparenz und darum,den Bürgern besser zuzuhören." Die wichtigsten Themen für ihn sind die Wohnpolitik, Nachhaltigkeit, die Unterstützung von Familien und die Digitalisierung. "Freiburg hatte auf einigen Feldern eine Leuchtturm-Position, hat in den letzten Jahren aber einiges verschlafen."

Horn kündigt einen "innovativen Wahlkampf" an

Horn will bis zum Wahltag in der Stadt präsent sein und hat sich bereits eine Wohnung in der Stadt genommen. "Wir werden mit einem innovativen Wahlkampf um Stimmen werben", verspricht der Herausforderer.

Bisher haben außer OB Dieter Salomon die Freiburger Stadträtin Monika Stein, der AfD-nahe Stephan Wermter und das Grünen-Mitglied Manfred Kröber ihre Kandidatur angekündigt.Die Stelle der OB wird am 16. Februar 2018 ausgeschrieben. Interessenten können sich einen Tag später bewerben und die Bewerbungsfrist endet am 26. März.Die Freiburgerinnen und Freiburger wählen am 22. April ihren neuen Oberbürgermeister.

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