Markthalle schließt für sechs Monate

Gina Kutkat

Am Samstagabend gehen die Türen der Freiburger Markthalle zu. Sie werden von da an für Besucher sechs Monate lang verschlossen bleiben, weil der Geschäftsführer sein so genanntes Fressgässle von Grund auf sanieren lässt.



Die Markthalle ist eine Einrichtung, auf die sich in Freiburg viele einigen können, wenn es ums Essen geht: Feinschmecker, Fastfoodisten, eilige Mittagspäusler, Touristen und Bummler. Sie alle werden im nächsten halben Jahr auf die Angebote der 18 Ständebetreiber verzichten müssen, denn die Markthalle wird saniert.


Seit 20 Jahren bieten die Betreiber ihre Kulinaria an: Döner, Flammkuchen, Pasta, Austern sowie Kaffee, Cola und Champagner. An Vielfalt mangelt es nicht, wohl aber an Ambiente, Atmosphäre und guter Luft. Deswegen kommt die Renovierung. Ver- und Entsorgungsleitungen werden eingebaut, ebenso eine Lüftungsanlage und eine Wärmerückgewinnungsanlage. Was machen die Standbetreiber in der Zwischenzeit?

Mariam Hassan, sie verkauft beim "Kabul"-Stand afghanische Spezialitäten, sagt: "Wir haben schon vor zwei Jahren von diesem Umbau erfahren. Deswegen war genug Zeit da, um sich neue Anstellungen zu suchen. Das haben die meisten getan, auch ich." Die Saftauspresser von der Vitaminbar am Eingang der Halle machen ihren Job auch während der Schließung, allerdings in der Schwarzwald City. Am zweiten April eröffnen sie dort ihren provisorischen Stand.

"Zur Wiedereröffnung im Herbst werden neben früheren Anbietern auch ein paar neue dazu kommen. Die Anzahl von 20 Ständen in der Markthalle wir sich aber nicht verändern," so Thomas Holtz, Geschäftsführer.