Stadtbahnbrücke

Mann gibt sich am Freiburger Hauptbahnhof als Security-Mitarbeiter aus – obwohl er keiner ist

BZ-Redaktion

Ein Mann hat am Hauptbahnhof Platzverweise verteilt, obwohl er seit einem Jahr nicht mehr bei einer Sicherheitsfirma arbeitet. Er trug Schlagstock, Messer und Pfefferspray bei sich.

Ein Zeuge machte am Mittwochabend eine Streife der Bundespolizei auf einen Mann am Hauptbahnhof aufmerksam: So würde dieser als Securitymitarbeiter auftreten und hätte ihm einen Platzverweis für die Stadtbahnbrücke erteilt.


Die Streife traf den Mann am Bahnsteig 1 zum Treppenaufgang der Stadtbahnbrücke an. Er sah laut Polizei aus wie ein Security-Mitarbeiter und trug eine schwarze Weste und einen taktischen Gürtel. "An diesem Gürtel trug er sichtbar und griffbereit einen Teleskopschlagstock, ein Einhandmesser, ein Pfefferspray Handfesseln sowie eine Erste-Hilfe-Tasche", schreibt die Bundespolizei in einer Pressemitteilung.

Polizei leitet Ordnungswidrigkeitenverfahren ein

Der 48-jährige, französische Staatsangehörige gab zunächst an, seinen Mitarbeiterausweis zuhause vergessen zu haben. Im Laufe des Gesprächs räumte er ein, seit einem Jahr nicht mehr bei einer Sicherheitsfirma angestellt zu sein. Er hege aber seit längerem wieder den Wunsch, in diesem Bereich tätig zu sein. Darum habe er sich entschlossen, in Freiburg selbständig für Sicherheit, Recht und Ordnung zu sorgen. Und dies obwohl er angab, dass es ihm nicht erlaubt ist.

Da der 48-Jährige kein berechtigtes Interesse zum Führen der Gegenstände in der Öffentlichkeit hat, stellte die Polizei diese sicher und leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.