Mann bietet Antiquar aus der UB gestohlene Bücher an

Frank Zimmermann

Ein Mann hat am Freitagnachmittag einem Freiburger Antiquar wertvolle historische Bücher zum Kauf angeboten. Doch der aufmerksame Buchhändler wurde misstrauisch: Bei der Prüfung des Angebots konnte er die fünf teilweise mehr als 350 Jahre alten Bücher dem Bestand der Freiburger Universitätsbibliothek zuordnen.



Der Antiquar reagierte klug, er ließ sich gegenüber dem Anbieter, der sagte, dass er zu Hause noch weitere alte Bücher habe, nichts anmerken, erbat sich Bedenkzeit für den Kauf – und verständigte umgehend die Polizei.


Wie sich herausstellte, sind die fünf Bücher im Gesamtwert von 1500 Euro tatsächlich Eigentum der Bibliothek der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität und als gestohlen gemeldet. Sie stammen aus den Jahren 1647 bis 1792. Wie sie in den Besitz des Verkäufers gerieten, ist unklar. Da dieser dem Buchhändler weitere Exemplare angeboten hatte, durchsuchte die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft die Wohnung des mutmaßlichen Hehlers. Dort fanden die Beamten insgesamt 30 Bücher, die mutmaßlich alle gestohlen worden waren. Wie und woher sie alle stammen, war am Wochenende noch ebenso unklar wie der Gesamtwert der sichergestellten Bücher.

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[Foto: Thomas Kunz]