Sexueller Übergriff

Mann attackiert Studentin auf einer Damentoilette an der Uni

BZ-Redaktion (aktualisiert um 16.56 Uhr)

Auf einer Damentoilette in einem Unigebäude im Institutsviertel hat ein Mann eine Studentin sexuell belästigt. Die Polizei sucht unter anderem mit Flyern nach dem Täter.

Der sexuelle Übergriff ereignete sich am vergangenen Samstag gegen 12 Uhr in einer Damentoilette im Erdgeschoss des Flachbaus der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Universität Freiburg in der Albertstraße. "Das Gebäude ist regulär an Wochenende abgeschlossen", sagt Polizeipressesprecherin Laura Riske. "Es war wegen einer Prüfung geöffnet."


Der Mann griff die junge Frau von hinten an

Eine 25-jährige Studentin wusch sich nach dem Toilettengang am Waschbecken gerade die Hände, als sie unvermittelt von einem Mann von hinten überrascht wurde. Trotz Gegenwehr kam es zu einem sexuellen Übergriff, in deren Verlauf der Täter die junge Frau unter anderem im Genitalbereich berührte. Nach der Tat verließ der Mann die Damentoilette in unbekannte Richtung.
Der Täter wurde folgendermaßen beschrieben:
  • circa 180 cm groß;
  • circa 20-30 Jahre alt;
  • schlanke, nicht muskulöse Statur;
  • keine Brille; ovales, längliches Gesicht;
  • kurzes, dunkles Haar; südländischer Teint;
  • sprach fließend deutsch mit ausländischem Akzent; und
  • trug Bluejeans und einen dunklen oder schwarzen Pullover.

Die Polizei fahndet nach dem Täter und hat im Institutsviertel auch Flyer aufgehängt. "Wir hoffen, dass jemand vielleicht gesehen hat, wie er sich vom Tatort entfernt hat", sagt Riske. "An einem Samstag, an dem dort wenig los ist, fällt das vielleicht eher auf."

Auch wenn dies nicht der erste Fall von sexueller Belästigung auf einer Toilette der Uni Freiburg ist – 2010 etwa belästigte ein Spanner im Kollegiengebäude II eine junge Frau – versucht Riske, Frauen zu beruhigen: "Insgesamt sind Übergriffe auf Toiletten zum Glück selten."

Ein Sicherheitsdienst ist in den Unigebäuden präsent

"Die Universität Freiburg setzt sich aktiv für die Wahrung der persönlichen Integrität und Würde aller ihrer Studierenden und Beschäftigten ein", heißt es in einer Stellungnahme der Albert-Ludwigs-Universität gegenüber der Badischen Zeitung. "Sexuelle Diskriminierung und Gewalt werden in keinem Fall toleriert."

Videoüberwachung gibt es in den Gebäuden der Albert-Ludwigs-Universität nicht. Die Hochschule teilt mit, dass es sie "seit über 30 Jahren einen privaten Sicherheitsdienst verpflichtet, um die Sicherheit auf dem Gelände der Universität, aber auch in den Gebäuden der Universität zu gewährleisten". Dieser Sicherheitsdienst sei in der UB, im Universitätszentrum, im Institutsviertel und im Bereich der Technischen Fakultät präsent. Auch der Hausdienst sei angehalten, die Sicherheit und Ordnung in der Universität zu gewährleisten.

Studierende, die am "Lern- und Arbeitsort Hochschule" sexuelle Belästigung oder Stalking erleben, können sich auch an Dr. Ina Sieckmann-Bock, Gleichstellungsbeauftragte, wenden.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können sich unter 0761-8825777 zu melden.