Polizei

Mann attackiert Fahrgäste im Zug nach Freiburg – Kind fällt aus dem Kinderwagen

bz

Ein Mann hat Reisende im Zug nach Freiburg angegriffen. Er wurde gerade erst aus der Psychiatrie in Emmendingen entlassen – und direkt wieder eingewiesen.

Ein 23-jähriger Mann mit psychischen Problemen hat Reisende im Zug von Emmendingen nach Freiburg angegriffen. Dabei wurde ein Kinderwagen umgestoßen, das Kind fiel heraus. Laut Polizeibericht ereignete sich der Vorfall am Donnerstagmittag gegen 13.50 Uhr in einem Regionalexpress, der von Emmendingen nach Freiburg fuhr.


Der deutsche Mann fühlte sich von einer 18-jährigen Frau "angestarrt" und pöbelte sie an. Als diese keine Reaktion zeigte, warf er einen Döner nach ihr. Als mehrere Reisende der Frau zur Hilfe kamen, sprang der Mann einen Helfer an, worauf beide stürzten und gegen einen Kinderwagen fielen. Der Kinderwagen stürzte um. Das Kind fiel dabei aus dem Wagen.

Eine weitere Helferin wurde ebenfalls mit Schlägen gegen den Rücken massiv traktiert. Beim Eintreffen des Zuges in Freiburg wurde der Mann von der Bundespolizei vorläufig festgenommen. Drei Frauen mussten vom Roten Kreuz versorgt werden. Ein Arzt wies den 23-Jährigen in das Zentrum für Psychiatrie in Emmendingen ein. Aus diesem war er erst Stunden zuvor entlassen worden.

Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung, Nötigung, Sachbeschädigung eingeleitet. Da er die Beamten auf der Dienststelle ebenfalls mit Kraftausdrücken bedachte, erwartet ihn nun auch noch eine Anzeige wegen Beleidigung.