Mädchenattacke: Täterinnen stellen sich

David Weigend

Die drei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren, die am Dienstagabend im Freiburger Hauptbahnhof zwei 14-Jährige verprügelt hatten, haben sich gestern Nachmittag gestellt. Der Tat war offenbar massiver Alkoholkonsum vorausgegangen.



Die Jugendsachbearbeiter des Bundespolizeireviers Freiburg konnten gestern die Straftat (fudder berichtete) aufklären. Aufgrund der Presseberichterstattung samt Zeugenaufruf erkannte eine Jugendbetreuerin aufgrund der auffälligen Personenbeschreibung der Täterinnen ihre Schützlinge als offensichtliche Tatverdächtige.


Nachdem sie ihnen den Fahndungsaufruf in der Tageszeitung unter die Nase hielt, räumten diese sofort ein, dass das "ihre Sache" gewesen sei. Vor die Wahl gestellt, sich selbst zu stellen oder von ihr gemeldet zu werden, traten die beiden Jugendlichen die Flucht nach vorne an.

In Begleitung der Jugendbetreuerin stellten sich zwei der Jugendlichen gestern Nachmittag beim Freiburger Bundespolizeirevier. Sie räumten ihre Beteiligung ein. Auch die dritte Täterin, die offensichtlich die Rädelsführerin war, ist bei der Bundespolizei zur Vernehmung erschienen. Offensichtlich war der Tat massiver Alkoholkonsum vorausgegangen.

Bei den drei Täterinnen handelt sich um Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Sie wohnen alle drei in Freiburg und sind der Polizei teilweise hinlänglich bekannt.

Der ursprüngliche Verdacht, ein Beteiligter der Gruppe habe die ganze Sache in "Happy Slapping"-Manier mit seinem Handy gefilmt, um die Tat ins Internet zu stellen, hat sich bisher nicht bestätigt. Nach Sachlage hat ein unbeteiligter Passant die Sache gefilmt/fotografiert, ohne den geschädigten Mädchen zu Hilfe zu kommen.

Die geschädigten Mädchen wurden am Mittwoch wieder aus der Uniklinik entlassen.