Kunst

Macromedia-Studierende stellen ihre Abschlussarbeiten aus

Inanna Tribukait

Visualisierte Klänge, Ästhetik der Zensur, Altare, die der Natur gewidmet sind. Die Hochschule Macromedia öffnet diesen Freitag und Samstag ihre Türen und lädt zum Rundgang auf dem Freiburger Campus ein.

Die Besucher können sich dort die Abschluss- und Semesterarbeiten von Studierenden anschauen. Es werden Arbeiten aus verschiedenen Fachbereichen gezeigt – von Kommunikationsdesign bis Kunst. "Je weiter man im Gebäude nach oben geht, umso künstlerischer wird es", sagt Christofer Grass, Marketing-Manager der Hochschule.


Lina Lüthi und Katharina Schönberger zum Beispiel, Studierende im Fach Graphikdesign stellen ihre Abschlussarbeiten vor. Lüthi hat dabei Zensur visualisiert, und sich damit beschäftigt, die graphischen Elemente der Zensur darzustellen, zum Beispiel durch Verpixelung. Damit will sie einen anderen Blickwinkel auf das Thema eröffnen. Schönberger hat eine Anleitung zur optischen Täuschung geschrieben.

Sound wird visualisiert

Auch der Studiengang New Media Design unter Leitung von Ephraim Wegner hat einiges zu bieten, so zum Beispiel eine Arbeit zu Alternativen Kartographien zum Thema Öffentlicher Nahverkehr, oder eine Soundvisualisierung, bei der ein Mikrophon alle Klänge im Raum aufnimmt, und als Projektion über einen Beamer linienartig visualisiert.

Simon Eckert studiert Kunst und stellt seine Bachelorarbeit vor. Er hat sich mit dem Thema Unterbewusstsein und mit dem Physischen beschäftigt. Eine seiner Arbeiten ist eine physische Installation von Stapeln von Bildern, die wirken, als müssten sie nur noch sortiert und aufgehängt werden. Auch auf einem Gemälde spielt er mit den Erwartungen der Betrachter: Ein weiß ausgemalter Umriss soll die Frage stellen, ob etwas ausgelassen, oder doch da ist.

Jin Jung, Student aus Südkorea, dagegen präsentiert seine Arbeit gar nicht: "Ich bin nur Security, der Künstler ist da drin" sagt er, und zeigt auf sein Smartphone. Das spielt eine Tonaufnahme ab, auf der er über das Kunstwerk spricht.

Ein Altar für die Natur

Lale Kirschner beschäftigt sich in ihrer Semesterarbeit mit dem Figürlichen, mit Perspektiven, Kontrasten und leuchtenden Farben. Eines ihrer Selbstportraits wurde bereits im Rahmen eines Wettbewerbs im Museum für Neue Kunst in Freiburg ausgestellt.

Auch Rahel Zahlten fasziniert das Thema Körperlichkeit, der menschliche Körper und die Natur. Sie hat einen Altar geschaffen, der mit der Natur für die Natur ist.

Die Arbeiten von diesen und weiteren Studierenden können heute, Freitag, ab 7 Uhr und am Samstag von 14 bis 17 Uhr auf dem Campus Macromedia besichtigt werden. Außerdem finden am 17. und 18. Juli die Semesterabschlusskonzerte der Musik-Studierenden im Auditorium der Jazz und Rock Schulen Freiburg statt. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.
  • Was: Ausstellung der Abschluss- und Semesterarbeiten an der Hochschule Marcomedia
  • Wann: Freitag, 12.7., ab 7 Uhr, Samstag, 13.7., 14 bis 17 Uhr
  • Wo: Hochschule Macromedia, Haslacher Straße 15