Luzie: Die virtuelle Beraterin des DAAD

Johanna Schoener

Auslandsaufenthalte während des Studiums? Ja gerne. Aber die Planung? Nein Danke! Vielen Studenten ist es ein Graus, sich durch den Möglichkeiten-Dschungel an Praktika, Sprachkursen, Förderprogrammen und Studienoptionen zu wühlen. Seit August heißt es für die, die das Fernweh packt: Nicht verzagen, Luzie fragen. So heißt die sympathische, rothaarige, virtuelle Beraterin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).



„Kannst du kochen?“ Sogar auf diese Frage hat Luzie eine Antwort parat: „Kochen ist leider nicht so mein Ding“, erscheint im Dialogfenster. Luzies Ding ist nämlich in erster Linie, Fragen zum Auslandsstudium im Internet zu beantworten, beziehungsweise auf die richtigen Links zu verweisen. Das macht sie, obwohl ihre Antworten durch eine Wissensdatenbank generiert werden, ziemlich charmant und schlagfertig.


Seit sie nach einer mehrmonatigen Testphase auf den Internetseiten des Informationsangebotes für Deutsche platziert wurde, hat Luzie viel zu tun. 22 000 Anfragen hatte sie im August zu beantworten, und das rund um die Uhr. „Wir rechnen damit, dass die Anfragen zum Semesterbeginn noch mal hochschießen“, sagt Claudius Habbich, Luzies Namensgeber und Leiter des DAAD-Referats Information für Deutsche über Studium und Forschung im Ausland. Sein bisheriges Resümee fällt positiv aus: „Es ist ein tolles Projekt, Luzie funktioniert und verweist auf die richtigen Stellen.“



Tatsächlich sind die Informationsangebote des DAAD mit Luzies Hilfe mit weniger Recherchearbeit zugänglich. Sie ist Teil der Kampagne „go out! studieren weltweit“, die mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor einem Jahr initiiert wurde, um mehr deutsche Studenten als bisher für einen Auslandsaufenthalt zu gewinnen.

Die virtuelle Beraterin hat übrigens ein männliches Pendant: Deny, der Informationen für Ausländer auf Englisch bereithält. Deny ist allerdings im Comicstil gezeichnet, während Luzie eine erstaunlich menschliche Mimik hat. Sie lächelt gerne und bleibt immer souverän. Sogar bei der Gretchenfrage weiß sie geschickt abzulenken: „Glaubst Du an Gott?“ - „Ich glaube an das große binäre System. Jetzt noch mal was anderes: Welches Fach studieren Sie denn?“

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