Lorettobad-Förderverein bittet Saudis um Hilfe – sie sollen ein Damenbad im Elsass finanzieren

Gina Kutkat

Streit zwischen Musliminnen und Stammkundinnen: Da sich die Verhältnisse im Freiburger Damenbad kaum verbessert haben sollen, hat der Förderverein des Lorettobades einen Brief an die Botschaft des Königreichs von Saudi Arabien geschrieben.

Wie die Freunde des Lorettobades in einer Pressemittelung erklären, haben sie sich mit einer besonderen Bitte an die Botschaft des Königreiches von Saudi Arabien gewandt. Die Saudis sollen Geld zum Bau eines Damenbads im Elsass zur Verfügung stellen. "Da der Bedarf für ein separates Damenbad erkennbar bei den zahlreichen aus dem Elsass anreisenden muslimischen Frauen sehr groß ist", schreibt der Vorsitzende Klaus Winkler.


Das Freiburger Damenbad ist beliebtes Ziel von muslimischen Frauen – besonders aus dem Elsass reisen viele an. Das führte teilweise zu schwierigen Verhältnissen mit den alteingesessenen Besucherinnen des Damenbades.

Ist der Bau eines Damenbades die Lösung?

"Die Verhältnisse im Damenbad haben sich leider kaum gebessert: wieder war ein Polizeieinsatz notwendig, weil sich auswärtige Besucherinnen nicht an die Baderegeln und die Anweisungen des Personals hielten", heißt es weiter in der Pressemitteilung. Zudem sei eine Besucherin attackiert und eine männliche Aufsichtsperson bedroht worden.

Die Lösung soll nun der Bau eines Damenbades im Elsass sein. Ob das Schreiben des Fördervereins bei den Saudis Anklang findet, wird sich zeigen. Fest steht für die Freunde des Lorettobades, dass der Bau eines Damenbades im Elsass ohne Fremdfinanzierung nicht zu erwarten ist. "Der Betrieb öffentlicher Bäder fällt vielen Gemeinden schon heute finanziell schwer."

Online-Petition ist gescheitert

Der Förderverein nimmt außerdem zur Kenntnis, dass die Online-Petition, mit der männliches Personal aus dem Damenbad verbannt werden sollte,gescheitert ist. Mitte Juni war die Petition mit dem Ziel von 2000 Unterschriften gestartet, nach 60 Tagen waren nur knapp 400 Unterschriften eingegangen. Dass der Vorstoß fremdenfeindliche Kommentare hervorgerufen hatte, bedauert der Förderverein sehr.

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