Lolsecretz: Katzen-Trauma-Content

Carolin Buchheim

Zwei tolle Sachen miteinander kombiniert ergeben zumeinst eine noch tollere Sache, klar. Was passiert also, wenn man Post Secret, die depressive Website für anonyme Postkarten-Beichten mit Lolcats, den herrlich bescheuert untertitelten Katzenbildern kombiniert? Man kriegt Lolsecretz. Und beim Angucken mit ziemlicher Garantie Lachkrämpfe.


Waren Lolcats, süße bis bizarre Katzenbilder mit bescheuerten bis boshaften Überschriften in gebrochenen Englisch, in diesem Frühjahr noch ein Phänomen obskurer Netz-Communities, sind sie mittlerweile im Netz-Mainstream angekommen: Lolcats-Galerien wachsen und gedeihen an diversen Orten des Internets und selbst bei Flickr, ambitionierte Geeks übersetzen die Bibel in Lolcats-Pidgin und selbst Online-Pionier Anil Dash und Magazine wie Timesind sich nicht zu schade, das Phänomen zu beleuchten.


Und jetzt gibt auch Lolsecretz, ein MashUp der Lolcats mit Post Secret, das sich über die oft hyper-dramatischenPost Secret-Postkarten amüsiert.

Lolsecretz ist die Seite für die anonymen Traumata der Lolcats. Die Katzen gestehen, dass sie sich als Hundefühlen, allein unter Brücken sitzend Drogenverkaufen oder schon sechs ihrer neun Leben bewusst verschwendet haben, weil sie so gern mit Messern kuscheln.

Und wie bei regulären Lolcats gilt: Ein einzelnes Bild ist, für sich genommen, vielleicht ganz nett, aber so richtig lustig werden sie erst in endlos erscheinender Masse.