Liveticker: Wölfe Freiburg - SC Riessersee

Dirk Philippi

[UPDATE: kein Radio, sondern Liveticker --> URL im Text] Es ist wieder soweit: Heute, Dienstag, starten die Wölfe Freiburg um 20 Uhr in der Freiburger Franz-Siegel-Halle gegen den SC Riessersee in die Pre-Playoffs. Unser fudder-Radiomoderator Dirk wird wieder seine Stimme ölen und die Partie live auf fudder übertragen. Was ihr sonst alles wissen müsst:

In der Qualifikationsserie wird in maximal drei Spielen einer von zwei „echten“ Playoff-Teilnehmern ausgespielt. Mit echten Playoffs hat diese Mini-Serie gegen die Jungs aus Garmisch-Partenkirchen also nicht viel zu tun.
Durch die Abschaffung von Auf- und Abstieg wurde den Tabellenneunten und -zehnten noch die Chance auf eine Playoff-Viertelfinal-Teilnahme in den Modus gebaut, um nicht frühzeitig und ohne Zuschauereinnahmen in die Sommerpausegehen zu müssen.

Für die Wölfe Freiburg bedeutet dies, dass sie sich als siebtbeste Mannschaft noch einen Platz unter den acht besten Teams der Liga erkämpfen müssen – klingt kurios, ist aber lediglich deutsches Eishockey.

So könnte man noch etliche Haare in der Saison-Endphasen-Suppe finden, zum Beispiel, dass die Machenschaften der Tölzer Löwen (Insolvenz, Spielerkündigungen, Lizenzbetrug, etc.) das Tabellenbild vollends verfälschten, aber dennoch kitzelt die Breisgauer Eishockey-Gemeinde der pure Gedanke an die Playoffs, in denen der EHC München als Kontrahent bereits fest stünde.

Sportlich kommt mit dem SC Riessersee aber zunächst ein Team, das weit hinter den eigenen Erwartungen und Ansprüchen zurückblieb, dennoch aber nicht zu unterschätzen ist, was unser Pre-Playoff-Check zeigt:

Torhüter:



Während sich Wölfe-Goalie Ronny Glaser (Foto) nach seiner schweren Verletzung den Nummer-eins-Status knapp vor dem jungen Christoph Mathis erst wieder erkämpft zu haben scheint, tritt der SC Riessersee mit dem Kanadier Mark McArthur zwischen den Stangen an, der schlichtweg alle 48 Saisonspiele für die Werdenfelser bestritt. Der Erfolgsgarant der Vorsaison schwächelte zuletzt allerdings und scheint alles andere als unverwundbar, wenngleich das größere Talent in Reihen der blau-weißen steht. In einer kurzen Serie kann Letzteres allerdings nicht so schwer ins Gewicht fallen. Dennoch hat Garmisch hier knapp die Nase vorn.

Zwischenstand: 0:1

Abwehr:

Nun, das Aushängeschild ist die Defensivabteilung bei beiden Mannschaften sicher nicht, wobei gerade die Wölfe auf eine schnelle Gesundung der erfahrenen Spieler Sergej Stas und Jochen Molling (beide Knieverletzung) hoffen. Doch auch wenn diese nicht einsatzbereit sein werden, was wahrscheinlich scheint, dann geben sich die Abwehrreihen im Vergleich nicht viel. Der SC Riessersee schickt neben Mats Lindmark und Rob Brown vor allem junge Wilde ins Rennen, die Wölfe setzen mit Bares, Gorgenländer und Hoffmann eher auf Erfahrung. Insgesamt könnte die Fehlerquote bei den jungen Cracks den Unterschied machen. Da dies allerdings schwer vorhersehbar ist, bleibt´s ausgeglichen.

Zwischenstand: 1:2

Angriff

Das Prunkstück beider Teams! Wenn man sich die Offensiv-Spieler der Werdenfelser anschaut, leuchtet auch ein, dass nicht mehr viel (finanzielle) Luft für eine ordentliche Abwehr blieb: T.J. Guidarelli, Brad Self, Chris Stanley, Alan Reader, Andrew Mc Pherson, Troy Bigam, Mike Ouellet – die nordamerikanische Fraktion in Blau und Weiß verspricht doch einiges an Druck aufs Wölfe Tor. Dagegen müssen die Wölfe ihre individuelle Klasse in den Dienst der Mannschaft stellen und mit einem Tick mehr Finesse als der Gegner dessen Power zügeln. Eine wahrlich enge Kiste.

Zwischenstand: 2:3

Trainer

Tölz, wohin man blickt. Auch die Garmischer haben einen aus der Tölz-Clique hinter ihrer Bande: Gerhard Brunner, dessen größter Erfolg die Vizemeisterschaft mit den Kassel Huskies in der DEL war. Auch wenn Brunners Vita sicher nicht zu Kniefällen verleitet, so hat er doch um einiges mehr Erfahrung geschultert als sein junges Pendant aus dem Breisgau. Für Peter Salmik spricht dessen schnelle Lernfähigkeit sowie seine Unberechenbarkeit gepaart mit einem immens großen Ehrgeiz. Peter Salmik ist für Playoffs geschaffen und kann so den Rookie-Nimbus egalisieren.

Zwischenstand: 3:4

Teamspirit

Ganz schwer zu prognostizieren, zumal Garmisch-Partenkirchen weit weit weg hinter den sieben Bergen liegt und man nicht weiß, was dort im Team so alles los ist. Gegen Freiburg spricht ihr Overachiever-Status, gegen Garmisch die verkorkste Saison. Für Freiburg spricht der Zusammenhalt sowie das Potenzial in wichtigen Spielen über sich hinaus zu wachsen. Für Garmisch spricht der Aufwärtstrend der letzten Spiele. Insgesamt scheint dieses Jahr Freiburg einen Tick mehr Feuer entfachen zu können. Deshalb:

Zwischenstand: 4:4

Mehr dazu:

Was: Spiel 1 Pre-Playoffs Wölfe Freiburg - SC Riesersee
Wann: Dienstag, 10.3., 20 Uhr
Wo: Eisstadion, Ensisheimerstraße 1 (Mooswald)
Web: zum Playoff Radio