Linksautonome werfen Farbbeutel gegen das Green-City-Hotel – und Steine gegen die IHK

Alexandra Röderer

Linksautonome haben sich zu einem Farbbeutelanschlag auf das Green-City-Hotel in Freiburg bekannt. Bei der IHK schmissen sie mit Steinen Fenster ein.

  Gegen 4.20 Uhr am Dienstag ging bei der Polizei laut Polizeisprecher Dirk Klose der Anruf ein. Demnach gab es zunächst einen Knall, dann waren Scheibe und Wand des Green-City-Hotel im Stadtteil Vauban mit pinker Farbe beschmiert. In derselben Nacht wurden Scheiben der IHK an der Schnewlinstraße eingeworfen.


Zu den Attacken haben sich die Linksautonomen Gruppen im Internet bekannt. Für sie ist das Green-City-Hotel – ein integrativer Betrieb im Freiburger Ökostadtteil, in dem auch Menschen mit Handicap arbeiten, – ein Symbol für die "brutale soziale Verdrängung". Auf dem Gelände stand bis 2011 die Wagenburg Kommando Rhino, die seinerzeit für den Bau des Hotels von der Polizei geräumt worden war. Die IHK wiederum fördere Urbanisierung und Verdichtung, was zur Zerstörung der Umwelt und sozialer Verdrängung von Menschen führe.

In ihrem Bekennerschreiben verknüpften die Autonomen die Attacken mit dem Pariser Klimagipfel. Dieser sei zu Ende, "doch der Widerstand gegen die kapitalistischen Interessen und den grünen Widerstand geht weiter".

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