Unangemeldete Demo

Linke Demonstranten zünden Panzerattrappe vor Freiburger Rüstungsunternehmen an

BZ-Redaktion

Rund 30 Aktivisten sind in einer unangemeldeten Demo vor das Freiburger Rüstungsunternehmen Northrop Grumman Litef gezogen. Dort zündelten sie und sorgten nach Polizeiangaben für Sachschaden.

Das "Internationalistische Kommitee" reklamierte die Aktion in einer Pressemitteilung für sich. Gegen 17 Uhr hätten sich den Aktivisten zufolge am vergangenen Dienstag, 13. Februar, rund 40 Leute vor dem Freiburger Rüstungsunternehmen Northrop Grumman Litef in der Lörracher Straße versammelt.


Die Polizei teilte ebenfalls in einer Pressemitteilung mit, bei der unangemeldeten Demonstration hätten zwischen 25 und 30 Personen teilgenommen.

Bekleidet mit weißen Schutzanzügen und mit Atemschutzmasken ausgerüstet, trugen sie eine Attrappe eines Leopard-Panzers vor das Firmengelände. Vor den Toren des Unternehmens zündeten sie diese an, weshalb es zu starker Rauchentwicklung kam. Nach Polizeiangaben kam es bei der Aktion zur Sachbeschädigung am Firmenareal. Beim Eintreffen der Streifenwagen hätten sich die Teilnehmer fluchtartig in Richtung Vauban entfernt.

Die Demonstranten dokumentierten ihre Aktion in Form eines Videos:



In der Pressemitteilung des Komitees wurde der sofortige Stop militärischer Unterstützung des türkischen Regimes und ein Ende der Rüstungsproduktion gefordert.

Auch bei den Kurdendemos in der Freiburger Innenstadt wurde Anfang Februar kritisiert, die Firma Litef trüge zur aktuellen Situation in Nordsyrien bei. Das Unternehmen liefert Teile für die deutschen Leopard-Panzer, die die Türkei in Nordsyrien zum Einsatz bringen.
Die Kriminalpolizei Freiburg bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 0761/882-5777