Einsatz am Rand des SC-Heimspiels

Leverkusen-Fan soll den Hitlergruß gezeigt haben und erhält Stadionverbot

BZ-Redaktion

Ein 22-jähriger Leverkusen-Fan soll am Sonntag vor dem Spiel mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben. Der Sportclub erteilte ihm Stadionverbot.

Vor Spielbeginn am Sonntag, 7. Oktober, fiel der Polizei im Gästeblock der Leverkusener ein Mann auf, der zwei Mal den Hitlergruß zeigte. Wie Polizeisprecherin Laura Riske mitteilt, wurden die Tathandlungen auf Video dokumentiert. Der Fan wurde zur Feststellung der Identität mitgenommen, es handelte sich um einen 22-jährigen Deutschen. Der SC Freiburg sprach ein Tageshausverbot gegen den Fan aus.


Daraufhin packten die Leverkusener Ultras ihre Fahnen und Banner zusammen, verließen das Stadion und sammelten sich auf dem Vorplatz. Als die Polizei den 22-Jährigen laufen ließ, nahmen sie ihn auf und verließen mit ihren Fahrzeugen geschlossen das Freiburger Stadtgebiet. Die Leverkusener Fans widersprechen der Darstellung der Polizei. Gegenüber der BZ erklärt die Fanvereinigung Kurvenhilfe Leverkusen, der Verdächtige habe "lediglich entfernt stehende Freunde von weitem gegrüßt". Dem 22-Jährigen seien keinerlei Beweise für sein Vergehen vorgelegt worden.

Dies sei auch keineswegs üblich oder gar verpflichtend, meint Laura Riske dazu: "Die Beweismittel werden der Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls einem Gericht vorgelegt. Das hat sie dann zu würdigen." Im übrigen weist sie Unterstellungen zurück, die Polizei habe irgendetwas provoziert. Die im Stadion eingesetzten Kolleginnen und Kollegen seien im Gegenteil immer froh, wenn alles friedlich abläuft.