Leistungskurs Kicken (3): Gino Pace, Spieler

Christian Heigel

In der Freiburger Fußballschule wird der Grundstein für attraktiven und erfolgreichen Fußball in Freiburg gelegt. In dieser Woche stellt fudder jeden Tag die Konstrukteure der Fußball-Kaderschmiede vor. Heute: Gino Pace, Abwehrspieler in der U-18.



Gino Pace ist einer von 14 Spielern, die zur Zeit im Internat der Freiburger Fußballschule wohnen. Wie alle Spieler dort muss auch er Fußballschule und „normale“ Schule unter einen Hut bringen. Wenn er nicht die Fußballschuhe schnürt, besucht Gino die 12. Klasse des Rotteck-Gymnasiums in Freiburg. Im Moment kommt für ihn sogar noch eine dritte Schule dazu: die Fahrschule.


Dementsprechend hat Gino einen vollen Stundenplan, mit ein paar richtig stressigen Tagen. So ein stressiger Tag fängt früh an. Und er fängt mit Fußball an: von viertel nach acht bis halb zehn steht die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Dann geht’s in die Schule. An drei Tagen in der Woche mit Nachmittagsunterricht. Am Abend dann Hausaufgaben machen und noch mal Training.



Entdeckt wurde Gino, der aus Engen bei Singen stammt,  bei einem Spiel der Bodenseeauswahl. Als der Anruf von der Freiburger Fußballschule kam, hat sich die ganze Familie „riesig gefreut“. Vor allem auch, weil Ginos Vater bekennender SC-Fan ist.

Ein Jahr lang hat Gino zur Probe in der Fußballschule mittrainiert, dann zog er ins Internat ein. Die Eingewöhnung dort ist ihm leicht gefallen, denn viele Freiburger Jugendspieler kennt er noch aus der Zeit, als er mit seinem alten Verein aus Singen gegen die Freiburger gespielt hat. Sein bester Kumpel aus seiner Zeit am Bodensee ist auch in die Fußballschule gekommen und wohnt jetzt im Zimmer neben ihm.

Zur Zeit spielt Gino in der U-18-Mannschaft des SC, die zur Zeit Tabellenführer der U-18-Oberliga, der höchsten Spielklasse in dieser Altersklasse, ist. Angefangen hat er als Außenstürmer, mittlerweile ist er Außenverteidiger. An diese Position musste er sich erstmal gewöhnen, aber vorne wie hinten kann er seine Fähigkeiten voll einbringen: Schnelligkeit und ein präzises Passspiel. Sein großes Vorbild ist Luis Figo. Wegen seiner genialen Dribblings und seiner präzisen Flanken. „Das ist genau meine Spielweise“, meint Gino.



Für seine 17 Jahre wirkt er erstaunlich reif. Er hat klare und realistische Vorstellungen von seiner Zukunft. Seine nächsten Ziele: „ein U-19 Stammplatz im nächsten Jahr, verletzungsfrei bleiben und dann vielleicht den Sprung zu den SC-Amateuren oder Profis schaffen.“ Und natürlich das Abi machen, als wichtige Absicherung für später. Denn Gino weiß auch: „Es kann schnell vorbei sein mit der Karriere.“

Seine Lieblingsfächer in der Schule: Englisch und Französisch. Gute Fremdsprachenkenntnisse können ja nicht schaden, falls die Fußballkarriere dann doch eine längere wird.