Hitze

LED-Module auf Freiburger Radweg überleben den Sommer nicht

Simone Lutz

Licht aus für die LED-Leuchten: Das Experiment am Freiburger Sandfangweg ist gescheitert. Warum? Weil die im Asphalt eingelassenen Solarmodule mit Strahlern der Hitze nicht standhalten.

Die Idee war nicht schlecht, leider hat sie nicht funktioniert: Die sechs LED-Leuchten, die die Überquerung des Sandfangwegs auf dem Radl-Highway FR1 in der Oberau des nachts sicherer machen sollten, sind kaputt und werden auch nicht wieder ersetzt. Die Freiburger Sommer waren wohl zu heiß für die Module.


Seit Jahren kein Licht – die beiden SPD-Stadträte Stefan Schillinger und Walter Krögner waren irritiert. Und wollten von der Stadtverwaltung wissen: Was ist eigentlich mit den Leuchten im Sandfangweg los?

Solarmodule mit integrierten LED-Strahlern

Vor fünf Jahren waren die sechs kleinen Solarmodule mit integrierten LED-Strahlern, sogenannte LED-Marks, in die Straße neben den Zebrastreifen eingelassen worden. Damals sollte die Querung zum Sandfangweg sicherer gemacht werden, denn hier waren viele Unfälle passiert. Die Leuchten sollten Autofahrer vorwarnen, dass hier Fahrradfahrer die Straße passieren könnten.

Die Steuerung der LEDs war so programmiert, dass sie sich einschalten sollten, sobald es dämmert. Der Strom kam von einem eingebauten Solarpaneel, ein Akku sollte die Sonnenenergie mehrere Tage speichern. Allerdings haben die Leuchten nicht lange funktioniert. Einmal tauschte die dänische Herstellerfirma sie noch aus. Als sie dann wieder ausfielen, galt das Experiment als gescheitert, die Module blieben im Straßenasphalt. In diesen waren Löcher gefräst worden, die Module waren dann mit Spezialkleber befestigt worden.

Laut der dänischen Herstellerfirma halten sie bis zu 70 Grad Celsius aus – offenbar waren die Temperaturen auf dem Asphalt zu viel für die Leuchten.

Mehr Sicherheit für Radler und Fußgänger

In skandinavischen Ländern werden sie wohl häufig eingesetzt, zum Beispiel um Kurven in der Nacht deutlich hervorzuheben.

Einen Versuch sei die neue Technik wert gewesen, findet jetzt die Stadtverwaltung. Die Herstellerfirma hatte die sechs Leuchten im Wert von 1000 Euro kostenlos zur Verfügung gestellt.

Doch die Lichter waren nur ein Teil des Umbaus vor fünf Jahren am Sandfangweg, das den Radweg sicherer machen sollte. Neben der solarbetriebenen Beleuchtung wurde der Dreisamuferweg im Bereich der Querung mit dem Sandfangweg auf 28 Meter mit Pflasterbelag versehen. Die Strecke wurde so um zehn Zentimeter erhöht.

Damit auch die Fußgängerinnen und Fußgänger, die auf dem der Dreisamuferweg unterwegs sind, sicherer über den Sandfangweg kommen, wurde ein Zebrastreifen markiert. Insgesamt kosteten die Sicherheitsmaßnahmen für die Kreuzung rund 45 000 Euro – weitere Kosten für die LED-Leuchten kommen nun wohl nicht hinzu.



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