Lautstarker Protest gegen AfD-Jugendaktion vor dem Landgericht

Gina Kutkat

Während im Landgericht Freiburg der Prozess gegen Hussein K. begann, versammelte sich in der Salzstraße ein halbes Dutzend AfD-Aktivisten. Rund fünf Mal so viele Menschen stellten sich ihnen lautstark entgegen.

Über Facebook hatte die Junge Alternative, die Jugendorganisation der AfD, zum Protest vor dem Landgericht Freiburg aufgerufen. Die Demo war für 8.30 Uhr angekündigt und stand unter dem Motto "Grenzen schützen – Leben retten". Gekommen sind nicht einmal 10.


Schon eine halbe Stunde vorher versammelten sich etwa 50 Gegendemonstranten auf dem Augustinerplatz, um dagegenzuhalten. Mit Rufen wie "Ob Pegida oder AfD, stoppt den Rechtsruck in der BRD" und "Rassismus ist keine Alternative" zogen sie dann Richtung Landgericht.

Rund 50 Gegendemonstranten stehen den AfD-Aktivisten gegenüber

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Dort entrollte in der Warteschlange rund ein halbes Dutzend AfD-Aktivisten, darunter der stellvertretende Bundesvorsitzende der "Jungen Alternative" (JA) Reimond Hoffmann, ein JA-Plakat mit der Parole "Grenzen schützen – Leben retten".

30 Polizisten hielten die beiden Gruppen voneinander getrennt

Die Vertreter der JA versuchten, die Gegendemonstranten mit Rufen wie "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" zu agitieren. Mit Buhrufen und Pfiffen versuchten die Gegendemonstranten, Videoaufnahmen der JA zu stören.

Kundgebung der AfD-Jugendorganisation vor dem Landgericht Freiburg.

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30 Polizisten hielten die beiden Demonstrantengruppen voneinander getrennt und sicherten den ungehinderten Verkehr der Linie 1. Gegen 9.30 Uhr verließen die AfD-Aktivisten die Innenstadt über die Kaiser-Joseph-Straße mit dem Ziel der Tiefgarage in der Rempartstraße. Etwa 20 Gegendemonstranten verfolgten die Gruppe, die von ebenso vielen Polizisten abgeschirmt wurde.

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