Last-Minute-Tipp: Peng Peng im Slow Club

Laura Wolfert

60-Punk-Garage-Organ-Punk-Rock-Trash: ein Genre oder eine Pille, die man sich in den Sechzigern bei Garagenpartys eingeschmissen hat? Die Wirkung ist jedenfalls die gleiche. Nach ein paar Tracks der Freiburger Band "Peng Peng", am Mittwochabend im Slow Club wirst Du auf einem Trip sein – einem musikalischen zumindest:



Mit „Truman Show“ fängt der Trip an und endet mit „I kidnapped your kids“: Die erste Platte von Peng Peng beinhaltet fünf Singles. Das Cover zeigt ein schreiendes Monster, aus dessen Kopf Hochhäuser sprießen.


„Wir kennen uns seit der Jugend“, sagt Eva. Sie, Thomas, Julia und Oli kommen ursprünglich aus der Ecke Lörrach. „Im Café Irrlicht in Schopfheim sind wir häufig auf Konzerte gegangen. Aber die Idee, Musik zu machen, kam erst später. Entstanden ist das alles durch unsere Freundschaft.“

Peng Peng - das Pädagogen-Pack

Im Liquid-Studio im Slow Club haben sie ihre erste Platte aufgenommen und sind sogar noch auf einem Sampler eines französischen Labels gelandet. „Ein richtig großes Album haben wir aber noch nicht produziert“, sagt Thomas. „Dafür bleibt einfach nicht die Zeit. Wir sind ein 'Pädagogen-Pack', haben soziale Arbeit studiert und leben jetzt alle vereinzelt in Baden-Würrtemberg. Früher haben wir immer in Freiburg geprobt.“



Am Mittwoch sind Peng Peng mit den Maladroits auf Tour im Slow Club. In beiden Bands spielt Thomas, der Mann hinter Mikro, Gitarre und Bass. „The Maladroits ist ebenfalls eine Punk-Garagenband, die es aber schon etwas länger gibt. Da die eine Band hier und die andere da Konzerte gibt, wollten wir jetzt mal gemeinsam auf Tour gehen.“

Punk-Pop-Potpourri

Das Set von Peng Peng ist 14 Lieder lang. Sechs der Tracks gehören zu der bereits aufgenommenen Platte. „Der Rest der Songs ist überwiegend neu, wir hatte die einfach noch nicht aufgenommen“, sagt Julia.

Eine 60-Punk-Garage-Organ-Punk-Rock-Trash-Band? Das soll tatsächlich das Genre sein. „Es ist relativ abwechlungsreich und experimentell. Die Musik von uns hat ganz viele Einflüsse. Wir haben eine Orgel - dadurch kommt der Sound aus den Sechzigern. Außerdem Punk und natürlich auch ruhigere Lieder, die etwas poppig sind“, sagt Thomas.

Mehr dazu:

Was: The Maladroits / Peng Peng
Wann: 23. März 2016, 20 Uhr
Wo: Slow Club [Foto: Peng Peng, privat]