Gleichberechtigung

Last-Minute-Tipp: Ein Film über die Rolle von Fußball und Geschlechterungerechtigkeit

Alexander Schneider

Fußball ist mehr als Spiel, es ist ein politisches Mittel im Kampf um Gleichberechtigung. Am heutigen Mittwoch wird in der Wiehre im Kommunalen Kino der Film "Freedom fields" gezeigt, der libysche Frauen auf ihrem Weg zur Gleichberechtigung begleitet.

Wenn Geschlechterrollen ungleich verteilt werden, kann der Sport zu einem wichtigen Akteur im Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung der Frauen werden. Darum geht es in "Freedom fields", welcher am heutigen Mittwoch, 4. Dezember, im Kommunalen Kino Freiburg in der Wiehre gezeigt wird. Beginn ist um 18.30 Uhr.


Vorab wird es eine Gesprächsrunde geben mit dem Thema "Frauen, Fußball und Freiheitskämpfe". Der Eintritt basiert auf freiwilliger Spendenbasis. Wer es an diesem Mittwoch nicht schafft, kann in die nächste Vorstellung am 11. Dezember um 19.30 Uhr gehen. Dort findet jedoch keine Gesprächsrunde statt.

Vom Aus in die Freiheit

"Fußball ist ein mächtiges Spiel. Es verändert die Denkweise der Spielerinnen und davor haben viele Angst", sagt Fadwa El-Bahi. Sie ist die Kapitänin der libyschen Fußball Frauennationalmannschaft. Die britisch-libysche Filmregisseurin Naziha Arebi begleitet eben diese Mannschaft, in einem Land in welchem der Bürgerkrieg herrscht und der Traum des Arabischen Frühlings so langsam verwelkt. Die Frauen, die einfach nur ihre Träume verwirklichen wollen, befinden sich plötzlich, ganz ungewollt, in der Rolle eines aktivistischen Vorbilds. Im Zweikampf mit den gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten sind ungleiche Voraussetzungen geschaffen und der Gegner scheut auch nicht davor, gezielt den Ellenbogen einzusetzen. Wer kommt als Sieger aus dieser Konfrontation heraus?

Drei Expertinnen sprechen über Erfahrungen

Vor der Vorführung wird es eine Talkrunde unter dem Titel "Frauen, Fußball und Freiheitskämpfe" geben. Zu Gast ist die SC-Managerin Birgit Bauer. Sie wurde im Mai mit ihrer Truppe nach dem DFB-Pokalfinale von den Freiburgern am Rathaus herzlich empfangen. Außerdem wurde sie erst kürzlich zur Freiburger Jubiläumsbotschafterin ernannt.Auch zu Gast: Sportwissenschaftlerin Petra Gieß-Stüber und Leiterin bei Kick for Girls. Die Organisation will durch den Fußball die pädagogischen Ziele Partizipation, Integration und Mobilität unter Mädchen/Frauen, ganz besonders mit Migrationshintergrund, verwirklichen. Die letzte in der Startaufstellung ist Sylvia Rombach. Sie ist Referentin für Libyen bei der Frauenrechtsorganisation Amica. Der Verein wurde 1993 in Freiburg gegründet und setzt sich seitdem für Frauenrechte und Gleichberechtigung ein.
  • Wann: Mittwoch, 4. Dezember ab 18.30 Uhr. Weitere Vorführung am 11.Dezember um 19.30 Uhr.
  • Wo: Kommunales Kino, Freiburg-Wiehre.
  • Was: Gesprächsrunde mit SC-Managerin Birgit Bauer, Prof. Petra Gießstüber und Sylvia Rombach mit anschließender Filmvorführung von "Freedom Fields".
  • Eintritt: Der Eintritt basiert auf freiwilliger Spendenbasis.