Last-Minute-Tipp: Doku "True Warriors" im Kandelhof setzt ein Zeichen gegen den Terror

Franziska Brandsch

Der Dokumentarfilm "True Warriors" erzählt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die bei dem Selbstmordanschlag auf ein Theaterstück in Kabul am 11. Dezember 2014 auf der Bühne standen. Heute Abend ist er im Kandelhof zu sehen.

Wie geht es nach einem überlebten Terroranschlag weiter? Mit dieser Frage mussten sich die Künstler auseinandersetzen, die den Anschlag in Kabul überlebten. Sie standen für die Premiere eines Theaterstücks über Selbstmordanschläge auf der Bühne, als sich ein 17-jähriger in die Luft sprengt.


Sie wollten mit ihrem Stück auf die Angst aufmerksam machen, mit der die überlebenden Opfer zurückbleiben und ein Zeichen gegen den Terror setzen. Mit einem Schlag wurde das Schauspiel zu grausamer Wahrheit. Anfangs dachten die Zuschauer, die Explosion sei Teil der Inszenierung, doch schnell brach Panik unter den Anwesenden aus.

Gegen das Trauma und den Terror kämpfen

Nun haben sie gemeinsam den Film "True Warriors" gedreht, um gegen das Trauma und den Terror anzukämpfen. Sie machen weiter – entschlossener als je zuvor. Direkt zur Kamera gewandt erzählen sie von ihren Empfindungen, Befürchtungen und Hoffnungen. Sie wollen damit Mut machen, sich auch nicht aus Angst von dem abbringen zu lassen, was man liebt. "Wenn wir aufhören, gewinnen die anderen", lautet ein Zitat des Films.

Produziert wurde der Dokumentarfilm von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenk, die 2014 ebenfalls in Kabul gelebt haben und deren Umzug zurück nach Deutschland genau auf den Tag des Anschlags fiel.

  • Was: Vorfürhung und Filmgespräch von True Warriors
  • Wann: 13. November, 18.30 Uhr
  • Wo: Kandelhof, Kandelstraße 26