Laetitia Obergföll steht dazu: Ich habe Angst vor Spinnen

Laetitia Obergföll

Laetitia Obergfölls Angst vor Spinnen geht so weit, dass sie wohl kaum in Länder reisen würde, in denen die Gefahr besteht, dass sich Riesenspinnen in herumstehende Schuhe verirren. Dieser Fall wäre für die 28-Jährige der Super GAU.



Viele Menschen ekeln sich ja vor Spinnen. Ich nicht. Ich habe panische Angst vor ihnen. Dabei bin ich normalerweise ein rationaler Mensch und alles andere als hysterisch. Wenn es aber um große Spinnen geht, setzt mein Gehirn aus. Macht man als Arachnophobiker den Fehler, Bekannten oder Kollegen von seiner Phobie zu erzählen, kann man sich sicher sein, von allen Seiten mit Horrorgeschichten versorgt zu werden.


Dabei will ich sie gar nicht hören. Denn die Bilder aus herrlichen Urlaubsländern, wo es sich Riesenspinnen gerne in den Schuhen von Badenden gemütlich machen, bekomme ich nur schwer wieder aus dem Kopf. Wenigstens weiß ich so, wohin ich ganz sicher niemals reisen werde. Die Vorstellung, dass so ein Vieh unter einem Tisch in einem Restaurant oder sonstwo hängen könnte, würde mich furchtbar nervös machen. Natürlich weiß ich, dass Spinnen einen Menschen nicht angreifen.



Meine Angst hat auch nichts mit irgendeinem Gift zu tun. Ich kann die großen Exemplare einfach nicht anschauen. Und wenn ich wüsste, dass Nachbarn so ein Tier halten, hätte ich echt ein Problem. Ein arachnophobisches Gehirn malt sich dann aus, was wäre, wenn sie entkommen würde ich weiß genau, wie bescheuert das klingt. Aber das ist halt meine Macke. Und bevor jetzt wieder kluge Ratschläge kommen: NEIN! Ich möchte keine Therapie machen, bei der so ein widerliches Tier über meinen Arm krabbelt.

Laetitia Obergföll, 28, BZ-Redakteurin Aus aller Welt

[Fotos: dpa, privat]

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