Lärm in der Innenstadt: Juri's Bar macht am Wochenende früher zu

Markus Hofmann & Charlotte Janz

In den Streit um den nächtlichen Lärm in der Freiburger Innenstadt kommt Bewegung. Juri Habieda, der Betreiber von "Juri’s Cocktail- und Wein-Bar" am Schwabentor, will den ruhebedürftigen Anwohnern entgegenkommen und seine Bar am Wochenende zwei Stunden früher schließen. Wie reagiert der Lokalverein Innenstadt auf diese Ankündigung?



„Ich möchte den Anwohnern entgegenkommen und den Wind aus den Segeln nehmen“, sagt Juri Habieda, 38, der am Sonntag auf der Facebookseite der Bar über die neuen Öffnungszeiten informierte.


Damit greift der Barbetreiber auch einen Vorschlag der Stadt Freiburg auf, die die Sperrzeit am Wochenende von 5 Uhr auf 3 Uhr verlängern will. Unter der Woche soll "Juri’s Bar" nach Auskunft von Habieda weiterhin um 3 Uhr schließen – die Stadt schlägt allgemein unter der Woche 2 Uhr als neue Sperrzeit vor.
Rund 25.000 Euro hat Habieda nach eigener Aussage kürzlich in den Umbau seiner Bar investiert, die erst vor wenigen Tagen wiedereröffnet wurde. Die finanziellen Einbußen, die aus den neuen Öffnungszeiten  resultieren, dürften überschaubar sein. Habieda sagt: „Wir sehen den Trend im Nachtleben, dass sich das Ausgehveralten verändert und die Gäste nicht mehr so lange sitzenbleiben. Zwischen 3 Uhr und 5 Uhr macht man als Bar im Gegensatz zu einer Diskothek nicht mehr den großen Umsatz.“

Christian Himmelsbach, der stellvertretende Vorsitzende des Lokalvereins Innenstadt und unmittelbarer Nachbar von Juri’s Bar, begrüßt die verkürzten Öffnungszeiten: „Ich bin für jede Form von Dialog und begrüße es, wenn Wirte auf uns zukommen."

Mehr wollte Himmelsbach derzeit nicht sagen. Bei einer Podiumsdiskussion der Freiburger SPD-Fraktion und der Jusos Freiburg im Artik hatte Himmelsbach vergangene Woche Juri’s Bar neben vier anderen Lokalitäten explizit als Problemfall in der Innenstadt benannt.

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[Foto: Promo]