Kurzfilm zum Wochenende: Wie eine Schauspielerin durch ein schlechtes Drehbuch zu sich selbst findet

Lisa Petrich

Der Traum vom Schauspielern: Eine junge Frau macht sich auf den Weg zu einem weiteren Casting, wo sie sich durch einen kleinen Rollentausch Gedanken über Freiheit und die Beziehung zu ihrer Mutter macht

"Das Casting"

In unserem Kurzfilm zum Wochenende verzweifelt eine junge Schauspielerin beim Casting. Mal wieder scheint es so, als ob keine Aussicht auf Erfolg besteht, da ihr das Drehbuch überhaupt nicht zusagt und sie keinen Zugang zum Text findet.

In diesem Drehbuch geht es um ein Mädchen, das ihrer Mutter Vorwürfe macht, weil sie nicht mit ihrem wilden und aufregenden Freund zum Abschlussball darf – und der Mutter sagt, dass sie sie hasst.

Die junge Schauspielerin regt sich immer mehr über ihre Rolle auf und wirft schließlich das ganze Drehbuch über den Haufen. So konfrontiert sie sich selbst mit dem Mädchen, das sie spielen soll, und projiziert die Situation auf sich und die Beziehung zu ihrer Mutter.

Der Hintergrund

Entstanden ist der Kurzfilm "Das Casting" während einer 72 Stunden Session auf dem internationalen Filmemacher-Event "Cinema Sumeet" in den MMC Studios Köln. Für Regie, Kamera und Schnitt ist Markus Baumeister zuständig.

Es geht um Freiheit, Liebe und Träume – und wie jeder lernen muss, seinen eigenen Weg zu gehen. Vor allem die Mutter-Tochter-Beziehung wird thematisiert: Nicht selten wünscht sich die Tochter ein bisschen mehr Freiheit und die Mutter macht sich Sorgen und möchte ihr Kind beschützen.

Die junge Schauspielerin, gespielt von Anne-Marie Topel, übermittelt uns die Botschaft, dass jeder glücklich sein sollte mit dem, was er hat, und es gerade in schwierigen Phasen hilft, sich in die Rolle von anderen zu versetzen.