Kurzfilm zum Wochenende: Tim Burtons "Vincent" zeigt, dass Disney auch düster kann

Carla Bihl

"Vincent", unser Kurzfilm zum Wochenende, erzählt die etwas ungewöhnliche Disney-Geschichte des depressiv angehauchten Vincent Malloys. Es ist ein Film in gewohnt makaberer Burton-Manier.

Handlung

"Vincent Malloy ist sieben Jahre alt. Ein höflicher Junge, der tut, was man ihm sagt. Man lobt sein Benehmen und rühmt seinen Fleiß, doch am Liebsten wär er wie Vincent Price", heißt es direkt zu Beginn des Films. Isoliert von seiner Umwelt schließt sich der Junge zu Hause ein, statt im Freien zu spielen. Er versinkt in surrealen Träumen und gibt sich absurden Vorstellungen hin. So stellt er sich beispielsweise vor der berühmte Schauspieler Vincent Price zu sein oder seinen Hund in einen Zombie verwandeln zu können.



Entstehung

Tim Burton – heute berühmter Regisseur und unter anderem bekannt für seine Filme Sweeney Todd oder Alice im Wunderland – begann 1979 bei Walt Disney Productions zu arbeiten.

Burtons Stil, schon damals sehr bizarre Elemente einschließend und bis ins Surreale gehend, unterschied sich stark vom kindgerechten, unterhaltsamen Disneygenre. Somit fanden seine Arbeiten keinen großen Nutzen in der Industrie.

"Vincent" entstand durch ein selbst geschriebenes Gedicht Burtons. Auf Nachfrage von Walt Disney Productions nahm schließlich Vincent Price seine Rolle als Erzähler in dem animierten Schwarz-Weiß-Film an. Somit stand der Produktion nichts im Wege.

Tipp: Unbedingt auch einmal in Original-Synchronisation anschauen!



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